Einbauküche Farbe lichtgrau

Viele Wohnungssuchende freuen sich, wenn in der Immobilie bereits eine Einbauküche vorhanden ist. Klar, denn dann sparen sie sich Arbeit und Kosten. Vermieter sind aber nicht verpflichtet, diese bereitzustellen. Ist trotzdem eine Einbauküche in der Mietwohnung vorhanden, stellen sich einige Fragen: Wird die Miete dadurch erhöht? Wer muss Reparaturen bezahlen? Kann man seine eigene Küche mitbringen? Sowohl Mieter als auch Vermieter haben Rechte und Pflichten. Im Folgenden erläutern wir genauer, was Sie zum Thema Küche in der Mietwohnung wissen sollten.

Inhaltsübersicht
Tipps für Vermieter: Zu Anforderungen, Mietrecht und -höhe
Wer zahlt die Reparaturen an einer Einbauküche in der Mietwohnung?
Tipps für Mieter: Zu Stilveränderungen, Austausch und Neukauf einer Einbauküche in der Mietwohnung
Wie können Sie ältere Küchen aufpeppen?
Was passiert nach dem Auszug?
Häufige Fragen kurz und knapp beantwortet

Übrigens: In unserem Magazin haben wir zudem generelle Küchenkauf-Tipps für Sie zusammengestellt.

Tipps für Vermieter: Zu Anforderungen, Mietrecht und -höhe

Es muss nicht immer eine voll ausgestattete Küche sein

Eine gut ausgestattete Küche gehört in jede Wohnung – egal, ob darin nur sporadisch am Wochenende oder jeden Tag ausgiebig gekocht wird. Als Vermieter sind Sie grundsätzlich allerdings nicht dazu verpflichtet, eine möblierte Einbauküche in der Mietwohnung bereitzustellen. Lediglich Anschlüsse für Strom, Wasser und ggf. Gas müssen vorhanden sein. Mieter können den Küchenraum dann nach ihren Wünschen einrichten – zumindest fast. Denn bauliche Veränderungen müssen sie vom Vermieter genehmigen lassen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn eine Wand eingerissen werden soll, um einen offenen Wohn-Essbereich zu gestalten. Auch wer neue Anschlüsse verlegen oder eine Wand durchbrechen möchte, um eine Dunstabzugshaube einzubauen, muss um Erlaubnis fragen.

Wichtig: Die Genehmigung für solche Arbeiten ist schriftlich einzuholen.

Eine vorhandene Küche lockt Mieter an

Moderne Einbauküche magnolienweißViele Vermieter entscheiden sich aber auch dazu, ihre Wohnung mit Küche zu vermieten. Das schafft einen zusätzlichen Anreiz für Mieter. Schließlich sparen diese sich dann die Kosten für eine neue Küche sowie die Zeit und den Arbeitsaufwand, um sie aufzubauen. Möchten Sie als Vermieter eine Wohnung mit Küche vermieten, sollte folgende Ausstattung vorhanden sein:

✓ Spüle
✓ Kochplatten
✓ Backofen
✓ Kühlschrank

Wichtig ist natürlich, dass alles funktioniert und hygienisch ist. Neueste Technik ist dagegen nicht erforderlich. Mieter können also nicht verlangen, dass ein Induktionsfeld mit integrierter Downdraft-Haube oder einen Kühlschrank mit Superkühl-Funktion in die Einbauküche der Mietwohnung integriert wird. Auch wenn die Küchenfronten nicht gefallen, müssen sie nicht ausgetauscht werden – Verschleiß müssen Sie als Vermieter dagegen ersetzen.

Die Einbauküche im Mietvertrag

Eine Küche mitvermieten

Vertrag wird von einem Mann unterschriebenGibt es eine Einbauküche in der Mietwohnung? Wird diese mitvermietet, bleiben Sie als Vermieter dann Eigentümer. Sie sind daher verpflichtet, Schäden reparieren zu lassen – zumindest, wenn die Mieter die Küche vertragsgemäß und pfleglich behandelt haben. Aber dazu später mehr. Erst einmal entscheiden Vermieter selbst, ob sie die Miete für die Küche separat aufführen oder eine Gesamtmiete angeben möchten. In diesem Zusammenhang fragen Sie sich vielleicht, wie die monatliche Küchenmiete berechnet werden kann. Denn wenn Sie eine Einbauküche in der Mietwohnung mitvermieten, können Sie dafür nicht verlangen, was Sie möchten oder was Ihnen angemessen erscheint. Vielmehr gibt es dafür eine Formel, an der Sie sich orientieren können:

Anschaffungswert der Küche geteilt durch Nutzungsdauer plus Kapitalzinsen

Sie teilen also den Küchen-Kaufpreis durch die Nutzungsdauer (meist zehn bis 25 Jahre) und rechnen die Kapitalzinsen dazu. Das Ergebnis teilen Sie durch zwölf. Das ist der Betrag, der monatlich für die Miete einer Küche angemessen ist. Diese Summe kommt zur Wohnungsmiete noch hinzu, unabhängig von festgelegten Mietobergrenzen. Machen Sie sich also bewusst, dass eine hochwertige Design-Küche die monatliche Miete stärker erhöht als ein Basic-Modell bzw. eine Küche, die schon länger benutzt wurde.

Tipp: Mietrecht – auch das für eine Einbauküche – ist eine komplizierte Sache. Sollte es zu Unstimmigkeiten zwischen Mieter und Vermieter kommen, können Sie sich an Fachanwälte wenden. Diese prüfen Mietverträge und sprechen Empfehlungen aus.

Küche zur Nutzung überlassen

Manche Vermieter möchten die Einbauküche in der Mietwohnung aber gar nicht mitvermieten. Das kommt zum Beispiel vor, wenn die Küche schon recht alt, aber noch funktionstüchtig ist. Oder wenn Sie als Vermieter keine Reparaturkosten übernehmen möchten. Dann sollte der Mietvertrag eine entsprechende Klausel enthalten, dass die Einbauküche zur Nutzung überlassen wird und der Vermieter von der Instandhaltungs- bzw. Instandsetzungspflicht befreit ist. Reparaturen bezahlen dann die Mieter. Geht ein Elektrogerät kaputt, können Sie als Vermieter das alte Gerät entsorgen und die Mieter kaufen ein neues – es gehört dann selbstverständlich ihnen und kann beim Auszug mitgenommen werden.

Tipp: Es gibt noch weitere Möglichkeiten. Zum Beispiel kann es sein, dass Mieter beim Einzug die Küche von ihren Vormietern übernehmen. Oder sie bauen die vorhandene Küche ab und ersetzen sie durch ihre eigene bzw. ein neues Modell. Dazu erfahren Sie weiter unten mehr.

Wer zahlt die Reparaturen an einer Einbauküche in der Mietwohnung?

Klempner repariert Wasserhahn in der KücheDer Ofen ist kaputt, der Wasserhahn tropft, die Arbeitsplatte hat eine Macke. Solche und ähnliche Schäden kommen immer wieder mal vor. Aber wer muss die Reparaturen bezahlen? Hat der Vermieter die Küche mitvermietet? Dann ist er in der Regel dazu verpflichtet, kaputte Möbel oder Elektrogeräte auszutauschen bzw. reparieren zu lassen.

Das setzt allerdings voraus, dass die Mieter sorgsam mit der Einbauküche in der Mietwohnung umgehen. Schadenersatz darf ein Vermieter nur verlangen, wenn es sich nicht um reguläre Abnutzungserscheinungen handelt. Diese sind nämlich ganz normal und lassen sich nicht vermeiden. Deshalb müssen Mieter für solche Reparaturen auch nicht aufkommen.

Außerdem ist ein Vermieter verpflichtet, vermietete Räume instand zu halten bzw. instand zu setzen. Diese Pflicht kann bis zu einem bestimmten Umfang auf die Mieter umgelegt werden. Dazu muss ein Mietertrag eine Kleinreparaturklausel enthalten. In diesem Fall müssen Mieter kleinere Instandhaltungsmaßnahmen selbst bezahlen – in der Regel bis zu einem Betrag von 100 Euro. Das bedeutet: Für einzelne Reparaturen, die günstiger sind, müssen Mieter aufkommen.

Wichtig: Klauseln, nach denen Mieter für die Einbauküche in der Mietwohnung haften, sind dagegen rechtlich nicht zulässig. Zudem gilt eine Küche nach zehn bis 25 Jahren als „verbraucht“ bzw. abgewohnt. Wie lange es tatsächlich dauert, hängt aber vom ursprünglichen Wert der Küche ab. Danach müssen Mieter keinen Schadensersatz für Beschädigungen mehr zahlen.

Tipps zur Pflege der Küche

Küchenarbeitsplatte wird saubergemachtMieter sollten die Einbauküche in einer Mietwohnung pfleglich behandeln – egal, ob sie sie gemietet, übernommen oder selbst gekauft haben. Wir haben Ihnen einige Tipps zusammengestellt, wie Sie eine Küche pflegen können:

  1. Verschmutzungen direkt säubern und gründlich trocken reiben:
    Frische Flecken sind einfacher zu reinigen und hinterlassen meist keine Rückstände. Eingetrocknetes ist dagegen viel hartnäckiger. Besonders bei Naturstein sollten Sie schnell handeln. Durch seine offenen Poren ist er saugfähig, sodass Fell, Öl und Co. schnell bleibende Flecken hinterlassen können. Aber egal, welche Oberfläche Sie säubern, Sie sollten sie anschließend gut trocknen. Gerade Echtholz sollte nicht zu lange mit Flüssigkeiten in Berührung kommen, damit das Material nicht aufquillt und beschädigt wird.
  2. Die richtigen Helfer benutzen:
    Verwenden Sie weiche Schwämme, Leder oder Tücher, die nicht fusseln. Microfasertücher mit ihren kleinen Schleifpartikeln können Oberflächen dagegen verkratzen. Besonders bei lackierten Hochglanzarbeitsplatten sollten Sie daher vorsichtig sein. Auch auf Stahlwolle oder Topfkratzer verzichten Sie besser, wenn Sie Fronten oder Arbeitsplatten reinigen möchten. Dadurch entstehende Kratzer können nur schwer oder gar nicht mehr aufgearbeitet werden.
  3. Milde Reiniger einsetzen:
    Haushaltsreiniger sollten mild und wasserlöslich sein. Vor allem, wenn Sie keine Informationen vom Hersteller haben, wie Sie bestimmte Materialien am besten pflegen. Vielleicht können Vermieter oder Vormieter Ihnen weiterhelfen? Ansonsten setzen Sie auf milde Reinigungsmittel. Bei Naturstein wie Granit oder Marmor sollten Sie keine säurehaltigen Reiniger einsetzen. Glasarbeitsplatten sollten Sie nicht mit Scheuermitteln behandeln, um das Material zu schonen.
  4. Küchenraum gut lüften:
    Das gilt auch, wenn eine Dunstabzugshaube verbaut ist. Schließlich sollen sich Gerüche und Dünste ja nicht an den Möbeln festsetzen.
  5. Glaskeramik-Kochfelder vorsichtig säubern:
    Verkrustungen entfernen Sie mit einem speziellen Glasschaber. Die raue Seite eines Schwamms eignet sich nicht, da sie die Oberfläche beschädigen kann. Reinigen Sie das Kochfeld am besten mit Spülmittel und einem feuchten Lappen oder mit einem speziellen Dampfreiniger.

Tipps für Mieter: Zu Stilveränderungen, Austausch und Neukauf einer Einbauküche in der Mietwohnung

Sie ziehen in eine Mietwohnung ein, in der bereits eine Einbauküche vorhanden ist? Dann können Sie entscheiden, ob Sie diese übernehmen möchten. Falls ja, gibt es drei Möglichkeiten, die oben bereits erwähnt sind:

  1. Sie zahlen eine Ablöse an den Vormieter, der die Einbauküche angeschafft oder ebenfalls übernommen hat.
  2. Der Vermieter vermietet Ihnen die Küche mit, was sich auf die monatliche Miete auswirkt.
  3. Der Vermieter stellt Ihnen die Küche zur Nutzung zur Verfügung. Geht dann etwas kaputt, müssen Sie allerdings auch den Schaden ersetzen.

Ablöse der Einbauküche: Wie viel ist eine gebrauchte Küche noch Wert?

Wer seine Einbauküche in der Mietwohnung ablösen lassen möchte, kann den Preis prinzipiell selbst bestimmen. Allerdings sollte er einen bestimmten Betrag nicht überschreiten und sich nach dem gesetzlichen Zeitwert der Küche richten. Das bezeichnet den Wert, den eine gebrauchte Küche zum aktuellen Zeitpunkt noch hat. Was beeinflusst den Zeitwert?

  • Zustand der Küche im Allgemeinen
  • Ausstattung: Geräte, Material, Funktionen
  • Geräte: Zustand, Neupreis und Alter

Eine Einbauküche verliert bereits an Wert, nachdem sie eingebaut wurde. Mit jedem Jahr sinkt der Wert um etwa fünf bis zehn Prozent. Auch defekte Geräte wirken sich negativ auf den Preis aus. All das sollten Sie beachten, wenn Sie den Wert Ihrer gebrauchten Küche errechnen. Aber wie gehen Sie dabei genau vor? Dafür gibt es eine Formel:

((Wiederbeschaffungswert – Wertminderung 1.Jahr – Wertminderung Folgejahre) x Restlebensdauer)
_______________________________________________________________________
((Durchschnittliche Lebensdauer-1)+Zuschläge-Abschläge)

Was möglicherweise etwas kompliziert aussieht, sei an einem Beispiel verdeutlicht:

Eine Küche hat 12.000 Euro gekostet. Die Lebensdauer beträgt 20 Jahre, aktuell ist sie fünf Jahre alt. Im ersten Jahr verlieren Küchen 24 Prozent an Wert, danach sind es bei einer Lebensdauer von 20 Jahren 4 Prozent pro Jahr (100 % – 24 % = 76 %; 76 %/19 Jahre = 4 %).

  • Küchenkosten: 12.000 €
  • Wertminderung im 1. Jahr: 12.000 € x 0,24 = 2.880 €
  • Wertminderung in den Folgejahren: 12.000 € x 0,04 = 480 €; 480 € x 4 = 1.920 €

Daraus ergibt sich:

((12.000 – 2.880 – 1.920) x 15)
__________________________________ = 5.684,21 €
19

Dieser Preis kann sich natürlich noch ändern, wenn der Wert der Küche durch Zuschläge (Zusatzgeräte, Erweiterungen) steigt oder durch Abschläge (Mängel, fehlende Ausstattung) sinkt. Außerdem ist das nicht zwingenderweise der Preis, der für eine Einbauküche verlangt wird. Er dient aber als guter Richtwert. Denn Fakt ist: Der Wiederverkaufspreis einer alten Küche darf nicht mehr als 50 Prozent über dem Zeitwert liegen.

Tipp: Es gibt Online-Rechner, die Ihnen den Zeitwert bzw. Preis einer gebrauchten Küche ausspielen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, können Sie anhand der eben beschriebenen Formel selbst nachrechnen. Alternativ können Sie auch einen Küchenfachberater oder einen erfahrenen Bekannten um Rat fragen.

Wie können Sie ältere Küchen aufpeppen?

In vielen Haushalten ist die Küche inzwischen der Lebensmittelpunkt. Hier wird nicht mehr nur gekocht. Vielmehr verbringen Sie hier Zeit mit Familie und Freunden, probieren neue Gerichte, sind kreativ und verwöhnen Ihre Geschmacksknospen. Kein Wunder, dass sich Viele da ein schönes Design wünschen. Wie bereits erwähnt, müssen Vermieter aber keine Anfragen ihrer Mieter umsetzen, solange die Geräte einwandfrei funktionieren und die Möbel intakt sind. Anstatt eine komplett neue Einbauküche für die Mietwohnung anzuschaffen, können Mieter die vorhandene auch einfach aufpeppen. Verleihen Sie ihr mit einfachen Mitteln einen neuen Anstrich:

Küchenzeile Kochinsel im Landhaus Stil weiß holz

  • Nischenverkleidung erneuern:
    Küchenrückwände dienen als Spritzschutz und sind gleichzeitig Hingucker, die das Design beeinflussen. Sie lassen sich leicht ersetzen – etwa mit einer eleganten Variante aus Keramik oder einer individuellen Glasrückwand mit Ihrem Wunschmotiv. Dann erstrahlt die alte Küche gleich in einem neuen Look!
    Moderne Landhausküche in L Form magnolienweiß mit extra hohen Schränken
  • Griffe ersetzen:
    Es muss nicht immer gleich ein komplett neues Küchenmodell sein. Manchmal reicht es schon, wenn Sie die Griffe austauschen. Eine günstige und erstaunliche effektive Methode, um Ihre Küche aufzupeppen! Weiße Küchenfronten finden Sie nicht besonders spannend? Dann sind knallig-bunte Griffe tolle Eyecatcher. Wer es lieber rustikaler mag, wählt verschnörkelte Varianten in Messing-Optik.
    Kerzendeko in der Küche
  • Für Erleuchtung sorgen:
    Kochen unter schummrigem Licht macht einfach keinen Spaß. Integrieren Sie daher mehr Licht. Das kann eine neue, hellere Deckenlampe ebenso sein wie Unterschrankbeleuchtung über der Arbeitsfläche. Dann ist das Zubereiten gleich viel angenehmer. Die Oberschränke mit Glastüren sind so gar nicht Ihr Geschmack? Dann integrieren Sie doch blendfreie, energiesparende LED-Leisten oder Spots. Das sorgt für eine stimmungsvolle Atmosphäre.
    Ordentliche Arbeitsplatte in der Küche
  • Auf tolle Accessoires setzen:
    Das können zum Beispiel stilvolle Fliesen- oder Filzuntersetzer auf dem Esstisch sein. Auch Pflanzen bzw. Blumenampeln im Fenster eignen sich gut. Selbst Küchenhelfer können dekorativ sein. Ersetzen Sie das Kunststoff-Schneidebrett etwa durch ein elegant geformtes Modell aus Walnussholz. Gewürze können Sie außerdem in schicken Gläsern lagern und sie so als Deko nutzen.

 

Als Mieter eine Einbauküche austauschen

Sie haben außerdem die Möglichkeit, die vorhandene Küche zu ersetzen. Allerdings müssen Sie diesbezüglich Folgendes wissen:

  • Sie benötigen dafür die Erlaubnis des Eigentümers. Fragen Sie also immer vorher nach, ob Sie die alte Küche ab- und eine neue Küche aufbauen dürfen.
  • Sie sind verpflichtet, das vorhandene Küchenmodell pfleglich zu behandeln und sorgsam aufzubewahren. Achten Sie also beispielsweise darauf, dass der Lagerraum nicht feucht ist, weil dadurch Schimmel entstehen oder Rost ansetzen kann. Nachdem Sie ausgezogen sind, muss die Küche wieder aufgebaut werden können und sich noch im selben guten Zustand befinden wie vorher.
  • Der Vermieter oder Ihr Nachmieter müssen Ihre Küche nicht übernehmen bzw. ablösen. Seien Sie sich also bewusst, dass Sie die neue Küche evtl. beim Auszug mitnehmen und die alte Küche wieder aufstellen müssen.

Tipp: Die gleichen Vorgaben gelten, wenn Sie nur einzelne Geräte austauschen möchten.

Achtung bei Eigenbedarf

Überlegen Sie sich gut, ob und welche Küche Sie für Ihre Mietwohnung kaufen. Denn das ist eine langfristige Investition – gerade, wenn es ein hochwertiges, voll ausgestattetes Modell sein soll. Sie sollten dabei immer im Hinterkopf behalten, dass der Vermieter Eigenbedarf anmelden kann. Vor solchen (oft recht plötzlichen und unerwarteten Kündigungen) können Sie sich aber schützen. Lassen Sie sich schriftlich bestätigen, dass Ihr Vermieter in den folgenden Jahren keinen Eigenbedarf beanspruchen wird. Wenn es für ihn in Ordnung ist, kann er im Mietvertrag eine Eigenbedarfskündigung ausschließen. Diese gilt übrigens auch, falls der Eigentümer der Wohnung in der Zwischenzeit wechselt. Schließlich ist die Abmachung schriftlich in einem Vertrag festgehalten.

Das gibt Ihnen ein sicheres Gefühl. Sie können die Wohnung dann zu Ihrem Zuhause machen und sie (soweit es in einer Mietwohnung eben erlaubt ist) nach Ihren Wünschen gestalten – am besten mit einer neuen, modernen Einbauküche, in der Sie kulinarisch kreativ werden können!

In eine neue Küche für die Mietwohnung investieren

Moderne Einbauküche weißWer sich eine Einbauküche für die Mietwohnung kauft, sollte einen guten Mittelweg finden: Einerseits sollte die Küche natürlich modern sein und Ihrem Geschmack entsprechen. Andererseits sollte sie nicht zu teuer werden. Überlegen Sie sich also, welche Ausstattung Sie tatsächlich brauchen. Stabilität, Langlebigkeit und Funktionalität sind ebenfalls wichtig – möglicherweise möchten Sie sie ja irgendwann in eine neue Wohnung mitnehmen. Bei der Küchenplanung können Sie sich an Fachberater wenden. Diese haben bei Ihnen Zuhause, im Küchenstudio oder per Video-Chat hilfreiche Planungstipps für Sie, beispielsweise folgende:

  • Eine kleinere Korpusgröße bietet ähnliche Qualität, ist aber in der Regel günstiger.
  • Es muss nicht immer die Massivholz-, Stein- oder Echtbeton-Front sein. Küchenfronten aus Lacklaminat oder Melamin sind günstiger, in vielen Dekoren erhältlich.
  • Gleiches gilt für Arbeitsplatten und Griffe. Hier gibt es ebenfalls Varianten in verschiedenen Preisklassen.
  • Wer nicht unbedingt einen Backofen mit Pyrolyse-Funktion oder einen riesigen Kühlschrank mit 0°-Zone braucht, kommt ebenfalls günstiger weg.

Was passiert nach dem Auszug?

Vielleicht ist Ihre Einbauküche noch gut erhalten und Sie möchten Sie in Ihr neues Zuhause mitnehmen. Möglicherweise haben Sie aber auch gebaut und statten Ihr Haus mit einer komplett neuen Küche aus. Dann ist es natürlich praktisch, wenn Sie Ihre alte Einbauküche in der alten Wohnung lassen können. Wie bereits im obigen Absatz erwähnt, müssen Vermieter oder Nachmieter diese nicht übernehmen. In vielen Fällen tun die Nachmieter das allerdings gerne. Kein Wunder, denn sie bekommen eine gut erhaltene Küche und müssen sich weder um Planung noch um Aufmaß oder Montage selbst kümmern.

Aber egal, ob letztlich der Eigentümer oder der Nachmieter Ihre Einbauküche in der Mietwohnung kauft: Fertigen Sie einen schriftlichen Kaufvertrag an, der ausschließt, dass Sie für Schäden haften. Dann können Sie beruhigt Ihr neues Zuhause inklusive neuer Küche einrichten und gestalten.

Häufige Fragen kurz und knapp beantwortet

Muss Küche in einer Mietwohnung vorhanden sein?

Nein, lediglich die Anschlüsse für Strom, Wasser und ggf. Gas müssen vorhanden sein. Wird die Wohnung explizit mit Einbauküche ausgeschrieben, sollten mindestens Spüle, Backofen, Herdplatten und Kühlschrank integriert sein.

Können Vermieter eine Küche mitvermieten?

Ja, dadurch erhöht sich die monatliche Miete abhängig vom Neupreis und vom Alter der Küche. Vermieter sind dann verpflichtet, die Küche instand zu halten. Alternativ kann eine ältere Küche den Mietern zur Nutzung überlassen werden. Diese sind dann für Reparaturen zuständig. Ersetzen sie Geräte, können sie diese nach dem Auszug mitnehmen.

Können Mieter eine neue Küche vom Vermieter bekommen?

Eigentümer, die eine Einbauküche mitvermieten, müssen defekte Geräte ersetzen und Schäden reparieren. Es muss gewährleistet sein, dass die Küche funktionsfähig und hygienisch ist. Sonderwünsche wie etwa ein modernerer Backofen oder andersfarbige Arbeitsplatten müssen nicht berücksichtigt werden.

Wer zahlt Reparaturen bei einer Einbauküche in einer Mietwohnung?

Wird die Küche mitvermietet, muss der Vermieter kaputte Möbel und Geräte reparieren lassen bzw. ersetzen. Anders sieht es aus, wenn der Vermieter die Einbauküche zur Nutzung überlässt. Dann sind die Mieter in der Regel verantwortlich.

Wann ist eine Küche abgewohnt?

Das ist unterschiedlich und hängt vom ursprünglichen Wert ab. In der Regel ist eine Einbauküche nach 10 bis 25 Jahren „verbraucht“. Dann dürfen dafür auch keine Kosten mehr auf die Miete aufgeschlagen werden.

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