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Waschmaschine im Bad, Wasserkisten in der Küche, Staubsauger in der Ecke: Solche Notlösungen gehören der Vergangenheit an, wenn Sie einen Hauswirtschaftsraum (HWR) haben. Dort können Sie Vorräte und Reinigungsmittel aufbewahren, Wäsche waschen, bügeln, Müll trennen und vielleicht sogar einem Hobby nachgehen. Besonders direkt neben der Küche ist ein Hauswirtschaftsraum sinnvoll. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren HWR einrichten und gestalten.

Inhaltsübersicht
So ist jede Hausarbeit schnell erledigt
Der HWR als Wäschezimmer
Als Speisekammer
Als Abstellkammer
Planungsempfehlungen im Überblick
Tipps für Neubauten
Clevere Einrichtung für den Hauswirtschaftsraum
Ergonomie im Hauswirtschaftsraum durch die richtigen Möbel
Größe, Ausstattung, Lage: Häufige Fragen kurz und knapp beantwortet

Eine offene Küche hat viele Vorzüge: Sie fügt sich nahtlos in den Wohnraum ein, wirkt stilvoll und modern und Sie können sich während des Kochens mit Ihrem Besuch unterhalten. Doch ohne genügend Stauraum wirkt sie schnell vollgestopft. An diesem Punkt kommt Ihr Hauswirtschaftsraum ins Spiel. Hier bringen Sie alles unter, was Sie täglich brauchen, was aber nicht offen sichtbar sein soll. Außerdem können Sie Dinge verstauen, die Gäste nicht auf den ersten Blick sehen sollen. So zum Beispiel:

🗸 Konservendosen und weitere Vorräte
🗸 Große Einmachtöpfe, Nudelmaschinen und andere selten benutzte Küchengeräte
🗸 Gelbe Säcke und Mülltrennsysteme
🗸 Wasser-, Saft- und Bierkisten
🗸 Reinigungsmittel und Putzutensilien
🗸 Staubsauger, Besen und Co.
🗸 Wäschekörbe und -ständer

Tipp vorab: Wer ein Haus plant, legt den Fokus häufig auf gemütliche, großzügige Wohnräume. Dabei sollte auch ausreichend Raum für die Hausarbeit integriert werden. Am besten von Anfang an. Denn Sie sparen sich unnötig lange Laufwege und haben alles parat, wenn Sie den Hauswirtschaftsraum direkt neben der Küche einplanen.

So ist jede Hausarbeit ist schnell erledigt

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In einem ordentlichen Hauswirtschaftsraum meistern Sie Ihren Haushalt. Sie können ihn für verschiedene Aufgaben nutzen:

Der HWR als Wäschezimmer

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Der praktische Arbeitsraum eignet sich hervorragend als Wäscheraum. Folgendes gehört hinein:

🗸 Waschmaschine und Trockner
🗸 Alternativ ein Waschtrockner, der die Funktionen beider Geräte kombiniert
🗸 Wandregal für Waschmittel und -pulver
🗸 Wäschesammler oder Schrank, um Schmutzwäsche zu trennen
🗸 Wäscheständer bzw. -leine
🗸 Ggf. Bügelbrett

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Das Bügelbrett können Sie in einer dafür vorgesehenen Nische verstauen. Noch praktischer sind speziell hitzebeständig beschichtete Arbeitsplatten. Dann können Sie komplett auf ein Bügelbrett verzichten. Der Wäscheraum wird zum Bügel-Paradies, wenn Sie einen separaten Bügelschrank integrieren. Das gesamte Zubehör verschwindet hinter Schranktüren, sodass der Raum sehr ordentlich wirkt. Außerdem ist alles direkt griffbereit.

Tipp: Wäsche gewaschen und gebügelt wird in jedem Haushalt. Die spannendsten Aufgaben sind das aber nicht. Daher können Sie zusätzlich ein Radio, eine Soundanlage oder sogar einen Fernseher in den Hauswirtschaftsraum einplanen. Langeweile adé!

Als Speisekammer

Viele Lebensmittel lassen sich gut bevorraten:

🗸 Konservendosen
🗸 Getränkekartons
🗸 Nudeln, Reis, Couscous und Co.
🗸 Mehl
🗸 Kartoffeln (diese sollten Sie sowieso an einem dunklen, kühlen Ort lagern)
🗸 Getränkekisten
🗸 Und vieles mehr

Aber auch Küchengeräte, die Sie nur sporadisch verwenden, finden hier ihren Platz. Sei es das Raclette für Weihnachten und Silvester, der Kontaktgrill für den Sommer oder Fritteuse und Pizzaofen für den nächsten Spieleabend mit Freunden.

Tipp: Auch eine Gefriertruhe passt gut in den Hausarbeitsraum. Ideal für Familien oder größere Haushalte, die viel kühlen müssen.

Als Abstellkammer

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Es gibt verschiedene Ordnungssysteme für Ihren Hauswirtschaftsraum. Während manche offene Regale bevorzugen, mögen andere lieber Hochschränke mit Türen. Sie können darin verschiedenste Utensilien aufbewahren:

🗸 Staubsauger
🗸 Boden- und Fensterwischer
🗸 Putzeimer
🗸 Reinigungsmittel
🗸 Schwämme

Ein Hauswirtschaftsraum eignet sich auch gut zur Mülltrennung. Denn in übersichtlichen Abfalltrennsystemen können Sie beispielsweise Pfandflaschen und Altglas sammeln oder gelbe Säcke und Altpapier aufbewahren, bis die Müllabfuhr kommt. Befindet sich der Hauswirtschaftsraum direkt neben der Küche, profitieren Sie von kurzen Laufwegen. Außerdem können Sie Müllsäcke und Co. hinter geschlossenen Türen verstauen, sodass sie das Gesamtbild nicht stören.

Sogar mit einer Kleiderstange oder einer kleinen Garderobe können Sie das Zimmer ausstatten. Hier sind Winterjacken, Gummistiefel, selten getragene Taschen oder Wanderbekleidung und weiteres Outdoor-Equipment gut aufgehoben. Außerdem können Sie Wäsche an einem Kleiderbügel trocknen – ideal für knitterarme Kleidungsstücke, bei denen Sie sich dadurch das Bügeln sparen können.

Tipp: Neben alltäglichen Hausarbeiten können Sie Ihren Hauswirtschaftsraum sogar für Ihre Hobbys nutzen. Wenn genügend Platz vorhanden ist, können Sie einen separaten Nähtisch hineinstellen. Dann können Sie Ihrer Kreativität mit Nadel und Faden freien Lauf lassen.

Planungsempfehlungen im Überblick

Bauen Sie neu oder um? Dann planen Sie Ihren Hauswirtschaftsraum mit Bedacht. Schließlich möchten Sie den vorhandenen Platz ja optimal ausnutzen. Das geht sogar in kleinen Räumen, wenn Sie wissen, wie. Nachfolgend haben wir einige Tricks zur Gestaltung eines Hauswirtschaftsraums für Sie zusammengestellt:

Tipps für Neubauten

In älteren Gebäuden gibt es häufig eine Waschküche oder einen Keller, in dem Sie Vorräte lagern oder Wäsche machen können. Bei Neubauten wird dagegen häufig auf eine Unterkellerung verzichtet. Dafür werden in den Grundriss multifunktionale Hauswirtschaftsräume integriert – moderne Orte der Ordnung lösen muffige Kellerräume ab!

Das ist vor allem sinnvoll, wenn Ihre Küche in den Wohnbereich übergeht. Solche offenen Wohnküchen sind gerade im Trend. Aus gutem Grund, denn so können Sie beim Kochen am Familienleben teilnehmen. Geselligkeit wird gefördert. Kochen, Essen, Spielen, Arbeiten und Fernsehen finden zentral im Mittelpunkt des Hauses statt. Das bedeutet aber auch, dass Küchengeräte auf der Arbeitsplatte, Waschmaschine und Co. das Bild der offenen Küche stören können. Und wo kommen die Dinge hin, die Sie nicht jeden Tag benutzen? Putzeimer, Staubsauger und Bügelbrett beispielsweise. Die Antwort: In den Hauswirtschaftsraum. Das ist schon allein deshalb eine gute Idee, weil Sie dann nicht mehr in den Keller laufen müssen, um Reinigungsmittel und Tiefkühlgemüse zu holen oder Wäsche zu machen.

So planen Sie Möbel und weitere Ausstattung in Ihrem Hauswirtschaftsraum clever:

• Integrieren Sie Stauraum großzügig, damit Sie alles unterbekommen.
Schräge Schubfächer bieten sich hervorragend für Getränkekisten an.
• Bauen Sie, wenn möglich, ein großes Fenster ein. Denn die Luftfeuchtigkeit ist im HWR in der Regel höher als in anderen Zimmern – besonders, wenn Sie ihn als Waschküche nutzen. Lüften Sie gut und regelmäßig, beugen Sie Schimmelbildung vor. Zudem kommt Tageslicht in das Zimmer, was die Hausarbeit angenehmer macht.
• Achten Sie darauf, dass ein Wasser- und Abwasseranschluss verfügbar sind, wenn Sie Ihre Waschmaschine im Hauswirtschaftszimmer unterbringen möchten.
Hundebesitzer können sogar eine kleine Dusche einbauen lassen, um den Vierbeiner nach einem ausgiebigen Spaziergang zu waschen. Der Hausarbeitsraum dient dann als Schmutzschleuse.
• Planen Sie genügend Steckdosen ein, um alle Geräte mit Strom zu versorgen.
• Ein pflegeleichter Fußboden ist ebenfalls empfehlenswert. Besser als Parkettboden oder Teppich eignen sich Fliesen und Kunststoff. Denn diese sind viel resistenter gegenüber Feuchtigkeit. Außerdem können Sie unempfindlichen Boden mit Besen oder Wischer ganz leicht reinigen.

Clevere Einrichtung für den Hauswirtschaftsraum

Ein geräumiger Hausarbeitsraum passt vielleicht nicht in jeden Grundriss. Oft reichen sechs bis 15 Quadratmeter aber schon aus – idealerweise in der Nähe der Küche, damit Sie nicht weit laufen müssen, um die Küchenmaschine zu holen oder Altglas zu entsorgen.

Gerade in kleinen Hauswirtschaftsräumen sind clevere Stauraum-Lösungen essentiell. Denn dann haben Lebensmittel, Reinigungsutensilien und Co. ihren Platz und liegen weder im Weg herum noch stören sie die Optik im Wohnbereich. Nachfolgend finden Sie einige Möbel bzw. Ordnungssysteme für den Hauswirtschaftsraum kurz vorgestellt:

  1. Modulare Regale:
    Diese können Sie perfekt auf die Gegebenheiten Ihres HWR abstimmen. Es lassen sich offene und geschlossene Elemente integrieren. Ob Sie Ihr Zubehör dann in Boxen oder lose hineinstellen, bleibt Ihnen überlassen. Möglich wäre ebenso ein Wäschehalter, der bei Bedarf aus dem Schrank ausgefahren werden kann. Dieser ist in der Regel nicht so groß und damit ideal, um Socken oder Gästehandtücher zu trocknen.
  2. Küchenzeile:
    Sie lässt sich super in schmale, längliche Zimmer einbauen. Enthalten kann sie zum Beispiel Unterschränke für Handtücher und Vollauszüge für Putz- sowie Waschmittel. Praktisch ist außerdem eine Spüle, sodass Sie direkt mit dem Reinigen starten können. Denn Wassereimer sind schnell gefüllt und nach dem Putzen können Sie sich in der Einbauspüle direkt Ihre Hände waschen.
  3. Wäschesortiersystem:
    • Die Küchenzeile des Hauswirtschaftsraums kann in einen Schrank mit Wäschesortierer übergehen. Dieser enthält separate Körbe (wenn gewünscht, sogar mit Einwurf-Öffnung), um die Wäsche nach Farben bzw. Gradzahl zu trennen.
    • Alternativ können Sie die freie Fläche unter einer Arbeitsplatte nutzen, um dort Wäschekörbe auf Rollen zu platzieren. So sind sie leicht erreichbar, stehen aber auch nicht im Weg.
  4. Hochschränke:
    Staubsauger, Besen, Bügelbrett – Solche Haushaltsgegenstände werden mindestens wöchentlich benutzt. Besonders ansehnlich sind sie aber nicht, wenn sie achtlos in einer Zimmerecke stehen. Viel schöner ist da folgende Lösung: Integrieren Sie einen Schrank mit hohen Aussparungen in Ihren Hauswirtschaftsraum. Darin können Sie sperrige Dinge platzsparend und unauffällig aufbewahren. Möglich sind außerdem spezielle Regalfächer, in denen Sie Getränkekisten schräg und gut erreichbar platzieren können.

Tipp: Die küchenquelle-Experten helfen Ihnen nicht nur bei der Küchenplanung, sondern auch bei der Umsetzung Ihrer Ideen für den Hauswirtschaftsraum. Sie passen die Einrichtung und die Möbel an den Grundriss an, geben Tipps zu cleveren Stauraum-Lösungen und unterstützen auch in Design-Fragen.

Ergonomie im Hauswirtschaftsraum durch die richtigen Möbel

Achten Sie bei der Gestaltung des Hauswirtschaftsraums auf einen ergonomischen Arbeitsablauf. Wer genügend Platz hat, kann Waschmaschine und Wäschetrockner nebeneinander auf Augenhöhe aufstellen. So können Sie die Geräte leicht befüllen, ohne sich bücken zu müssen. In Auszugschränken unter den Geräten lagern Sie Waschmittel und Co. griffbereit. Auf schmale, integrierte Auszugstablare können Sie außerdem Ihren Wäschekorb stellen, während Sie die Maschine befüllen oder entleeren.

Tipp: Den Unterbau können Sie außerdem mit Metallverstrebungen verstärken lassen, sodass die Waschmaschine selbst bei hohen Schleuderzahlen bleibt, wo sie ist.

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Alternativ können Sie Waschmaschine und Trockner im Hauswirtschaftsraum auch übereinanderstellen. In diesem Fall benötigen Sie einen Zwischenbausatz. Dieser trennt die beiden Haushaltsgeräte voneinander und kann in eine Arbeitsplatte übergehen, auf der Sie zum Beispiel den Wäschekorb platzieren können. Außerdem können Sie auf dieser zusätzlichen Arbeitsfläche die trockene Wäsche zusammenlegen. Auch die Arbeitsplatte sollte in einer ergonomischen Höhe angebracht sein, sodass Sie sich nicht nach vorne beugen oder bücken müssen. So lassen sich Rückenschmerzen vermeiden.

Größe, Ausstattung, Lage: Häufige Fragen kurz und knapp beantwortet

Was ist ein Hauswirtschaftsraum?
Er kann Speisekammer, Abstell- und Wäscheraum zugleich sein. Ein Hauswirtschaftsraum (HWR) befindet sich meist in der Nähe der Küche. Staubsauger und Putzmittel ebenso wie Lebensmittel sind schnell griffbereit. Pfand und Altglas können unauffällig gelagert werden. Und auch zum Wäschewaschen, Trocknen und Bügeln gibt es einen festen Ort. Ein HWR spart Laufwege und kann zum Beispiel einen Keller ersetzen.

Wie groß sollte ein HWR sein?
Empfehlenswert sind mindestens sechs Quadratmeter. Natürlich kann er aber auch größer sein. Hat er ca. 15 Quadratmeter können Sie ihn multifunktional gestalten und von Wäschesortierer bis Kühl-Gefrierkombination alles integrieren.

Wo sollte der Raum liegen?
Einen Hauswirtschaftsraum planen Sie am besten am Ort des Geschehens ein: In vielen Haushalten befindet er sich im Erdgeschoss neben der Küche. Denn Räume mit hohem Installationsaufwand liegen idealerweise neben- oder übereinander. Dazu zählen Küche, Bad, Technik- und Hauswirtschaftsraum. So können ohne größeren Aufwand Wasser- und Abwasser-Anschlüsse eingebaut werden. Die nötigen Installationen für die Waschmaschine liegen dann schon in der Wand und müssen nur noch zum Hauswirtschaftsraum durchgeführt werden. Je nach Grundriss und individuellen Vorstellungen können Sie auch eine Tür zum Garten einbauen lassen. So können Sie die nasse Wäsche direkt nach draußen bringen und auf einem Wäscheständer oder einer Wäscheleine aufhängen. Ebenfalls eine gute Möglichkeit, lange Laufwege zu vermeiden.

In welche Himmelsrichtung sollten die Fenster zeigen?
Das hängt davon ab, wie Sie das Zimmer vorwiegend nutzen. Denn große Fenster in Richtung Süden lassen viel Tageslicht herein. Das ist beim Waschen, Trocknen, Bügeln, Nähen und Co. natürlich sehr angenehm. Ein Hauswirtschaftsraum, der Richtung Norden ausgerichtet ist, eignet sich gut als Speisekammer. Denn dann ist es im Zimmer vergleichsweise kühl – ideal, um Lebensmittel länger zu lagern und einen zweiten Kühlschrank oder eine separate Gefriertruhe aufzustellen. Entscheiden Sie sich hier am besten für moderne Geräte mit einer guten Energieeffizienzklasse. Dadurch können Sie nicht nur Strom sparen, die Geräte geben außerdem wenig Wärme an den Raum ab.

Wie lässt sich ein Hauswirtschaftsraum noch schöner gestalten?
• Farben, Arbeitsplatten und Griffe können Sie, wie auch bei der Küchenplanung, frei wählen.
Helle Wände und Möbel lassen einen kleinen HWR nicht nur größer erscheinen, sondern vermitteln auch das Gefühl von Sauberkeit. Denn Weiß wirkt rein. Natürlich spricht nichts gegen Farbakzente, zum Beispiel durch bunte Schrankfronten, Regalelemente, Streifen an der Wand oder Deko.
• Zwar sollte ein Hausarbeitsraum hauptsächlich funktional sein. Ein paar hübsche Vorhänge oder ein Teppichvorleger schaden aber dennoch nicht.
• Ist die Wäsche wirklich sauber geworden? Und wo steht die Konservendose mit den Bohnen für Chili con (oder sin) carne? Sie finden sich besser zurecht und erledigen Hausarbeit viel angenehmer, wenn Sie für gute Beleuchtung im Hauswirtschaftsraum sorgen. Sprich: Ein angenehmer Mix aus Hintergrundlicht und punktueller Beleuchtung.

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