Supper Club: Anstossen mit Wein bei Fremden

Bestimmt kochen Sie von Zeit zu Zeit für Ihre Freunde oder Ihre Familie. Aber haben Sie Ihre kulinarischen Fähigkeiten auch schon einmal mit Fremden geteilt oder bei einer unbekannten Person gespeist? Nein? Dann ist vielleicht der Moment gekommen, eine neue Erfahrung zu machen. Was hinter dem Supper Club-Trend steckt, erfahren Sie hier!

Was ist das denn genau?

Vorbereitung für den Supper ClubSie mögen gutes Essen in fröhlicher Gesellschaft? Sie probieren gerne einmal etwas Neues aus? Dann ist ein Supper Club möglicherweise genau das Richtige für Sie. Aber was ist das denn eigentlich? Kurz gesagt: Ein Gastgeber kocht privat und lädt Fremde zum Essen ein. Ob er diese Tätigkeit hobbymäßig oder professionell ausübt, ist dabei unerheblich. Mal treffen sich die Mitglieder eines Supper Clubs regelmäßig und jeder bekocht einmal die anderen. Mal lädt ein Berufskoch zum Vier-Gänge-Menü und spickt den Abend mit exklusiven Tipps oder Gastreferenten. In beiden Fällen läuft es in etwa gleich ab: Eine gewisse Anzahl einander unbekannter Menschen treffen sich beim jeweiligen Koch zu Hause, speisen und unterhalten sich. Das ist eine ideale Gelegenheit, um neue Gerichte auszuprobieren, eine schöne Zeit zu verbringen und dabei neue Bekanntschaften zu schließen.

Im Fokus steht dabei immer das Essen, das der Gastgeber zubereitet. Er kocht für Fremde, sodass für ihn ein wenig Restaurant-Feeling aufkommt. Die eigene Gaststätte für einen Abend. Da will so einiges vorbereitet werden. Neben Einkaufen und Zubereiten fällt darunter meist noch die Auswahl des Weins. Manchmal bringen diesen aber auch die Gäste mit. Hobby- und Berufsköche, die einen Supper Club ins Leben rufen, können selbst Rezepte auswählen, entwickeln oder verfeinern – ganz entsprechend ihrer kulinarischen Präferenzen. Wer die Gäste sind, erfahren sie erst, sobald diese vor der Tür stehen. Definitiv eine spannende Erfahrung!

Als Gast erhalten Sie Inspirationen und erleben jedes Mal aufs Neue eine Überraschung. Vielleicht probieren Sie ein bisher unbekanntes Gericht oder der Gastgeber bereitet eine ungeliebte Speise erstaunlich schmackhaft zu. In jedem Fall haben Sie die Möglichkeit, den Koch mit Fragen zu löchern und sich mit den anderen Club-Mitgliedern auszutauschen. Was halten diese vom Essen? Hätten sie etwas anders gemacht? Aber auch fachfremde Konversation ist nicht ungewöhnlich, sondern sogar erwünscht. Es geht schließlich darum, eine rundum angenehme Zeit zu haben.

Was macht einen Supper Club also aus?

  •           Neue Gerichte ausprobieren
  •           Authentische Kochkunst und puren Genuss erleben
  •           Sich mit Fremden in lockerer Atmosphäre austauschen
  •           Tipps und Inspirationen zum Kochen oder verwandten Themen erhalten

Mit welchen Kosten sollten Sie rechnen?

Ein Underground-Restaurant wird meist nicht aus dem Ehrgeiz heraus betrieben, Gewinn zu machen. Das ist übrigens der Grund, warum Sie keine offizielle Genehmigung für eine solche Veranstaltung brauchen. Vielmehr ist es nur wichtig, die anfallenden Kosten zu decken. Diese variieren stark. In manchen Supper Clubs zahlen Sie nur den Betrag, der Ihnen das Dinner wert ist. Manchmal hängt der Preis aber auch davon ab, ob zum Beispiel eine Location, Servicekräfte oder Gastreferenten bezahlt werden müssen.

Wie finden Sie einen Supper Club?

Sie möchten an einem Kochevent zu Hause teilnehmen? Dann haben Sie in der Regel verschiedene Möglichkeiten, ein Angebot in Ihrer Nähe zu finden. Einige Supper Clubs haben eine eigene Webseite, von anderen erfahren Sie nur über Mundpropaganda. Social Media-Kanäle wie Facebook, Instagram oder Food-Blogs sind ebenfalls geeignete Plattformen. Wenn Sie sich im Vorfeld ein wenig informieren, erfahren Sie, was Sie im jeweiligen Supper Club erwartet. Gibt es ein bestimmtes Motto oder steht bereits ein Menü fest? Wichtig ist, dass Sie schnell sind. Denn die begrenzten Plätze im privaten Esszimmer oder in der Wohnküche  sind meist schnell vergeben.

Wie sind die ungewöhnlichen Kochtreffs entstanden?

Wo sich dieses Konzept entwickelt hat, ist nicht abschließend geklärt. Ursprünge werden auf Kuba, in den USA oder in London vermutet. Woher Supper Clubs auch stammen mögen, inzwischen gibt es sie weltweit und ihre Beliebtheit steigt immer weiter. Klar, denn das Unbekannte weckt schließlich die Neugier vieler. Was erwartet Sie? Ein veganes Wunderland, originelle Kreationen, High-End-Küche oder doch etwas ganz anderes.

Was haben die Teilnehmer davon?

Egal ob Hobby- oder Berufskoch – als Gastgeber können Sie kochen, was das Zeug hält. Probieren Sie neue Geschmackskombinationen, lassen Sie Ihrer kulinarischen Kreativität freien Lauf und tauschen Sie sich mit anderen Genuss-Liebhabern über Ihre Gerichte aus. Sie können außerdem in kleinem Rahmen hineinschnuppern, wie es ist, ein eigenes Restaurant zu besitzen. Und besonders interessant ist natürlich der Überraschungseffekt: Welche Personen erscheinen vor der Tür und wie kommen Ihre Kreationen bei den Fremden an? Einige Hobbyköche haben durch ihr privates Kochevent zu Hause sogar den Sprung in die Selbstständigkeit geschafft und betreiben jetzt einen Cateringservice oder arbeiten als Kochlehrer.

Wer sich glücklich futtern möchte und ein wenig kühn ist, probiert ein  Supper Club-Restaurant aus. Als Gast erwartet Sie dort authentische Kochkunst. Nicht immer gibt es ein Rezept, aber stets stecken viel Liebe und Elan im Essen. Da ist Genuss vorprogrammiert. Sie lernen immer wieder neue Leute kennen, mit denen Sie eines teilen: Die Leidenschaft für gutes Essen. Dadurch mangelt es nicht an Gesprächsstoff. Außerdem nehmen Sie jedes Mal etwas mit; seien es ein Rezept, ein Gewürztipp, Hintergrundinformationen oder sogar eine Telefonnummer.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here