Garten als Wohlfühloase

Urban Gardening: Gartenglück auf kleinem Raum

Der Traum vom eigenen Garten ist manchmal nur ein paar Schritte von der Küche entfernt. Denn viele Kräuter, Gemüse- und Obstsorten lassen sich auch auf der Fensterbank, dem Balkon und der Dachterrasse ziehen. In einigen Städten verwandeln zudem Anwohner und Initiativen Brachen und versiegelte Plätze in urbane Gemeinschaftsgärten. Das Ergebnis schmeckt nicht nur den Gärtnern. Auch Bienen, Hummeln und andere Insekten können vom Urban Gardening profitieren.

Ideen für Ihren Großstadt-Garten

Sie bauen Hochbeete aus Paletten und legen Bienenweiden im Vorgarten an. Sie ernten Kartoffeln im Hinterhof, Erdbeeren auf dem Balkon und frische Kräuter auf dem Fensterbrett: Stadtgärtner brauchen nur wenig Platz, um einen Mini-Garten anzulegen. Kräuter, Gemüse und Obst gedeihen dann auch zwischen Häuserzeilen, in Hinterhöfen, auf dem Balkon oder der Fensterbank. Und sie schaffen dort einen grünen Ruhepol, eine kleine Oase im Großstadtdschungel. Mit ein paar originellen Ideen werden auch Sie zum Urban Gardening-Profi:

  • Ziehen Sie Schnittlauch, Salat und Radieschen in Blumenkästen auf dem Fenstersims.
  • Tomaten, Paprika, Zucchini und Zuckerschoten wachsen in Kübeln und Weinkisten auf der Dachterrasse.
  • Kartoffeln vermehren sich in Reissäcken.

Vertical Gardening

Und wo die Fläche knapp wird, wächst der Garten einfach in die Höhe. Vertical Gardening nennt sich das. Sie nutzen einfach die Wände zum Pflanzen. Drinnen verbessern begrünte Wände das Raumklima, draußen setzen Sie grüne Akzente im Großstadtdschungel. Mit Moosen und Sukkulenten befüllen Sie Wandbilder. Kapuzinerkresse und Erdbeeren ranken aus hängenden Körben. Und folgende Pflanzen sind geborene Kletterer:

  • Bohnen
  • Kiwi
  • Prachtwinden
  • Efeu
  • Wein
  • Geißblatt
  • Glyzinie

Urban Gardening in Ihrer Küche

Wie Sie es sich auch ohne Balkon, Dachterrasse oder Gemeinschaftsgarten schön grün machen? Nicht nur in stilistisch passenden Landhaus-Küchen ist das eigentlich ganz einfach:

  • Matte helle Farben und Arbeitsplatten in natürlicher Holzoptik: Die perfekte Basis für eine grüne Oase.
  • Kochinsel mit integriertem Hochbeet: Basilikum, Petersilie, Rosmarin und Co. sind immer griffbereit.
  • Alternativ spezielle Regalsysteme: So ist eine optimale Versorgung mit Licht, Wasser und Nährstoffen für den eigenen urbanen Kräutergarten gewährleistet.
  • Hydroponik: Die Pflanzen wachsen nicht in der Erde, sondern in mit Nährstoffen angereichertem Wasser. Das sieht originell aus, ist wenig arbeitsintensiv und keine Erde verschmutzt Ihre Innenräume.

Den grünen Daumen entdecken

Ein kleines, grünes Urban Gardening-Paradies lässt sich mit einfachen Mitteln schaffen. Sie brauchen:

  • Gefäße
  • Gute Pflanzenerde
  • Dünger
  • Zum Standort passende Pflanzen

Sonne, Wasser und ein wenig Geduld sind ebenfalls wichtig. Das nötige Fingerspitzengefühl kommt von ganz alleine. Sicherlich: Nicht jeder behauptet von sich, mit einem grünen Daumen gesegnet zu sein. Doch Stadtgärtnern können Sie lernen. Auf Blogs und in den sozialen Medien geben viele passionierte Hobby-Gärtner ihr Wissen weiter.

Alternativ können Sie sich lokalen Urban Gardening-Gruppen anschließen. Schon seit Jahren gibt es Initiativen, die für essbares Großstadtgrün sorgen:

  • Prinzessinnengarten in Berlin
  • „O’pflanzt is“ in München
  • „DüsselGrün“ in Düsseldorf
  • „Ab geht die Lucie!“ in Bremen

Aber auch in kleineren Städten und Gemeinden gibt es entsprechende Angebote.

Warum Stadtgärtnern einfach gut tut

Ob auf dem eigenen Balkon oder in einem mobilen Gemeinschaftsgarten: Beim Urban Gardening kommt es nicht so sehr darauf an, möglichst große Salate und viele Kartoffeln zu ernten. Vielmehr geht es darum, Spaß am Gärtnern zu haben und die Natur zu entdecken. Zudem kann das Wühlen in der Erde ungemein entspannend wirken.

Klima schützen, Bienen retten

Auch zum Klima- und Naturschutz leisten die grünen Inseln in der Stadt ihren Beitrag – vor allem, wenn Sie auf giftige Spritzmittel verzichten sowie bienenfreundliche Blumen und Kräuter anpflanzen. Zum Dank für Pollen und Nektar bestäuben die Insekten dann die Blüten und tragen so zu einer leckeren Ernte bei.

 

Buchtipp:
Melanie Öhlenbach, „Mein Stadtbalkon – Gartenglück auf kleinem Raum“. Erscheint im Januar 2020 im KOSMOS-Verlag, 15,– €. (ISBN 9783440167755)

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