Kochfelder-Arten

    0

    Kochfeld InduktionCeran, Glaskeramik, Halogen, Gas, Induktion, autark, herdgebunden – Diese Begriffe fallen häufig, wenn es um Kochfelder und Herdplatten geht. Wir erklären, was genau dahintersteckt. Hier finden Sie die verschiedenen Kochfeld-Arten im Überblick. Zudem haben wir die Vor- und Nachteile der jeweiligen Typen zusammengefasst. So können Sie entscheiden, welche Herdplatten-Art zu Ihnen passt. Abschließend beantworten wir häufige Fragen, die sich auch andere Hobbyköche zu diesem Thema schon gestellt haben.

    Kochfelder mit Strahlungsheizung

    Elektrisches KochfeldElektrokochfelder mit Strahlungsheizung (auch unter Wärmestrahlung bekannt) sind beliebte Klassiker. Sie verfügen über Heizstäbe. Wenn diese erhitzen, leuchten sie rot. Über den Heizstäben befindet sich eine Oberfläche aus Glaskeramik. Sie leitet die Hitze effizient an Töpfe und Pfannen weiter. Verbreitet sind Einbau-Kochfelder mit 4 Herdplatten. 6 Felder sind ebenfalls möglich. Bei einigen Modellen können sie sogar per Knopfdruck zusammengelegt werden. Ein Glaskeramik-Kochfeld mit Strahlungsheizung wird häufig in günstigeren bis mittelpreisigen Küchen verbaut. Für die meisten Anforderungen reicht das vollkommen aus. Denn aktuelle Modelle sind mit praktischen Funktionen ausgestattet, unter anderem:

    Ankochautomatik: Speisen werden schnell erhitzt, die Wärmezufuhr wird danach automatisch heruntergeregelt.
    Sensoren: Die gewünschte Temperatur zum Braten oder Kochen wird konstant gehalten.
    Restwärmeanzeige: So sehen Sie direkt, ob die Herdplatten noch heiß sind und möglicherweise Verbrennungsgefahr besteht.

    Ein weiterer Vorteil von Glaskeramik-Kochfeldern mit Wärmestrahlung: Die Oberfläche ist leicht zu reinigen. Wer es moderner und noch komfortabler möchte, wählt dagegen ein Induktionskochfeld. Auch dieses gibt es übrigens mit Glaskeramik-Oberfläche. Die Art zu heizen unterscheidet sich allerdings von Kochfeldern mit Strahlungsheizung. Aber dazu mehr im nächsten Punkt.

    Tipp: Den Unterschied zum Ceranfeld beantworten wir unter Punkt „Top 10 Fragen rund um Kochfeld-Arten“.

    Halogenkochfelder

    Sie funktionieren ähnlich wie Kochfelder mit Strahlungsheizung. Allerdings erzeugt hier ein Halogen-Heizstrahler die Wärme, die über eine Glaskeramik-Oberfläche an Töpfe und Pfannen weitergegeben wird. Diese Herdplatten-Art reagiert sehr schnell auf Temperaturänderungen.

    Kochfelder mit Induktion

    InduktionskochfeldHier wird das Essen nicht von einer Strahlungsheizung, sondern durch ein magnetisches Wechselfeld erhitzt. Beim Kochen mit Induktion entsteht die Wärme direkt im Kochgeschirr. Daher benötigen Sie spezielle, ferromagnetische Töpfe und Pfannen. Dank dieser Magnettechnik wird nur der Bereich heiß, auf dem der Topf die Oberfläche berührt. Diese Kochfeld-Art ist zwar etwas preisintensiver als die bisher genannten, aber dennoch sehr beliebt. Schließlich haben Induktionskochfelder viele Vorteile: Sie sind schnell, lassen sich leicht reinigen und die Verbrennungsgefahr ist minimiert.

    Moderne Funktionen der Induktionskochfelder machen das Kochen komfortabel. Power-Booster beispielsweise verkürzen die Ankochzeit. Kochzonen können Sie entweder zusammenlegen oder den Topf sogar an einer beliebigen Stelle auf der Oberfläche platzieren.

    Kochen mit Gas

    GaskochfeldIn der eigenen Küche fühlen wie ein echter Profikoch? Das ist einer der Gründe, warum sich Viele für ein Gaskochfeld entscheiden. Die Hitze lässt sich zudem schnell regulieren und es wird nur wenig Energie verbraucht. Haushaltsüblich sind Herde mit bis zu 6 Kochfeldern. Die Breite beträgt meist bis zu 90 Zentimeter. Häufig sind Normal-, Spar- und Starkbrenner integriert. Es gibt sogar Modelle mit Wok-Brenner für alle, die gerne und viel asiatisch kochen.

    Gaskochfelder sind sehr robust und werden über Knöpfe statt mit Touch-Display bedient. Kochen auf offener Flamme ist allerdings nicht jedermanns Sache und zudem benötigen Sie bei dieser Kochfeld-Art einen passenden Gasanschluss.

    Gaskochfeld

    Ein moderner, hochwertiger Gasherd ist mit praktischen Funktionen ausgestattet:

    Automatischer Restart: Erlischt die Flamme, wird sie automatisch neu entfacht. Falls das nicht geht, stoppt die Gaszufuhr.
    Quick Stop: Diese aktivieren Sie, sobald Sie sich entfernen. Die Gaszufuhr aller Platten wird dann gestoppt.
    Restwärmeanzeige: Dadurch sehen Sie, welche Topfträger noch heiß sind.

     

    Massekochfelder

    Über Heizspiralen, sogenannte Heizwendel, werden gusseiserne Platten erhitzt. Massekochplatten gelten als veraltet, weil sie viel Energie verbrauchen und lange Aufheizen. Daher werden sie in der Regel nur noch in günstigen Küchen für Wenig-Nutzer integriert.

    Individuell planen

    Zwar gibt es unterschiedliche Kochfelder-Arten, die Maße sind aber bei den meisten Modellen ähnlich. Sie sind in der Regel zwischen 60 und 90 Zentimeter breit. Durch diese genormten Maße können sie in jede Küche integriert werden.

    Zudem lassen sich Kochfelder hinsichtlich ihrer Bauform unterscheiden:

    Moderne Küche in AkazieHerdgebunden: Kochfeld und Herd sind hier miteinander verbunden. Beide Geräte haben einen gemeinsamen Netzanschluss. Über ein Bedienfeld können Sie sowohl Backofen als auch Herdplatte steuern. Diese Kombi-Geräte sind meist günstiger als einzelne Backöfen und Kochfelder.

     

     

    Autarkes Kochfeld in moderner KücheAutark: Sind Kochfelder nicht an den Backofen angeschlossen, nennt man sie autark. Sie können separat gesteuert werden. Das ermöglicht viel Spielraum bei der Küchenplanung. Die Herdplatten können Sie beispielsweise auf einer Kücheninsel platzieren, den Backofen auf Griffhöhe in einem Hochschrank.
    Modular: Möchten Sie sich Ihr Kochparadies individuell zusammenstellen? Dann können Sie sogenannte Domino-Kochfelder entsprechend Ihrer Kochgewohnheiten miteinander kombinieren: Etwa Gas-, Elektro- und Induktionsmodule, aber auch spezielle Teppanyaki- oder Wok-Kochstellen.

    Vor- und Nachteile in der Übersicht

    Induktion

    Vorteile:
    +  Schnelles Erhitzen
    +  Genaue Wärmeregulation möglich
    +  Sicher, weil nur die Kochzone erhitzt wird und der Rest des Felds kühl bleibt
    +  Vergleichsweise stromsparend
    +  Wenig Pflegeaufwand, weil Spritzer etc. nicht einbrennen
    Nachteile:
    – Vergleichsweise hoher Preis
    – Spezielles Kochgeschirr nötig

    Glaskeramik-Kochfeld mit Strahlungsheizung

    Vorteile:
    + Solide Standardausstattung
    + Angemessener Anschaffungspreis
    + Unkomplizierte Bedienung
    Nachteile:
    – Energieverbrauch höher als bei Induktion (aber niedriger als bei Massekochfeldern)
    – Benötigt einige Zeit zum Heizen und Abkühlen
    – Durch Strahlungsbeheizung werden Kochzonen heiß, auch wenn Topfdurchmesser  kleiner als die Kochplatte ist (dadurch geht Energie verloren)

    Gaskochfelder

    Vorteile:
    + Temperatur ähnlich schnell regulierbar wie beim Kochfeld mit Induktion+ Geringer Energieverbrauch
    + Als Edelstahl- oder Glaskeramik-Variante erhältlich
    + Besonderes Feeling
    Nachteile:
    – Gefahr durch offene Flammen– Nicht ohne Gasanschluss verwendbar
    – Höherer Reinigungsaufwand durch Gusskochträger

    Massekochfelder

    Vorteile:
    + Stabil+ Günstig in der Anschaffung
    + Geeignet für Studenten- oder Singlehaushalte, in denen eher selten gekocht wird
    Nachteile:
    – Veraltete Technik– Hoher Energieverbrauch
    – Langes Aufheizen
    – Lange Nachwärme-Phase
    – Vergleichsweise hohes Verbrennungsrisiko
    – Auch Bereich um die Kochzonen wird heiß
    – Aufwändige Reinigung

    Top 10 Fragen rund um Kochfeld-Arten

    Welches Kochfeld sollten Sie wählen?
    Das hängt von Ihren individuellen Vorstellungen ab: Günstige Massekochfelder werden nur noch selten in Küchen integriert, weil sie viel Energie verbrauchen und lange Auf- bzw. Nachheizen. Ebenfalls relativ preiswert sind Glaskeramik-Kochfelder. Sie sind ideal, wenn Sie ein gutes Standardmodell suchen. Praktisch: Sie müssen im Gegensatz zu Induktionsfeldern nicht in neues Kochgeschirr investieren. Diese sind zwar etwas teurer, aber auch energiesparender. Sie eignen sich für alle, die gerne und viel kochen. Viele ambitionierte (Hobby)Köche schwören aber auch auf Gaskochfelder und deren Vorteile. Sie ermöglichen schnelle Temperaturwechsel und bringen viel Power mit. Das Kochen auf offener Flamme gefällt aber nicht jedem und Ihre Küche muss über einen Gasanschluss verfügen.

    Was ist der Unterschied zwischen einem Ceran- und einem Glaskeramik-Kochfeld?
    Glaskeramik-Kochfelder mit Strahlungsheizung werden im Alltag oft als Ceranfeld oder Cerankochfeld bezeichnet. Dabei ist CERAN® eigentlich eine geschützte Marke der SCHOTT AG. Das Material wird für verschiedene Kochfeld-Arten verwendet: Elektrokochfelder mit Wärmestrahlung, aber auch Induktion- und Gaskochfelder.

    Was ist sparsamer – Induktion oder Ceran?
    Induktionskochfelder heizen schnell auf und es geht kaum Wärme an den Topfrändern verloren. Sie sind sehr energieeffizient und benötigen auch insgesamt weniger Energie als ein Glaskeramik- bzw. Cerankochfeld mit Strahlungsheizung. Induktion gilt daher als sparsamer.

    Welche Töpfe verwenden Sie auf welchem Kochfeld?
    Kochtopf auf KochfeldAuf Glaskeramik- und Gaskochfeldern können Sie beinahe jedes Kochgeschirr verwenden. Töpfe aus Edelstahl sind beispielsweise beliebt, weil sie leicht und einfach zu reinigen sind. Aber auch Gusseisenpfannen können Sie problemlos daraufstellen. Töpfe aus reinem Kupfer oder legierungsfreiem Aluminium sollten Sie dagegen nicht verwenden.

    Für Induktionskochfelder brauchen Sie dagegen ferromagnetisches Kochgeschirr. Dieses gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Größen – ob runde Töpfe oder rechteckige Grillpfannen ist dabei egal. Induktionskochtöpfe können Sie übrigens auch auf Cerankochfeldern mit Wärmestrahlung verwenden.

    Was ist das beste Induktionsfeld?
    Es gibt diese Herdplatten-Art von unterschiedlichen Markenherstellern. Gut schneiden unter anderem Modelle von AEG, Bosch, Neff und Siemens ab. Induktionskochfelder von AEG mit TFT-Farbbildschirm lassen sich präzise steuern. Sie zeigen Temperatur und Kochzeit separat für verschiedene Kochzonen an. Neff und Siemens kommen mit Vollflächen-Induktionskochstellen daher. So können Sie Ihre Töpfe überall auf der Oberfläche platzieren. Mit einer Power-Funktion können Sie Essen besonders schnell aufheizen. Toben oft junge Nachwuchsköche durch Ihre Küche? Dann sollten Sie sich für ein Modell mit Kindersicherung entscheiden.

    Welches Ceranfeld ist am besten?
    Gute Modelle sind mit praktischen Funktionen ausgestattet, darunter zum Beispiel:

    • Kurzzeitwecker
    • Ankoch- und Abschaltautomatik
    • Kindersicherung
    • Restwärmeübersicht
    • Warmhaltefunktion
    • Zweikreis- bzw. Bräterzone
    • Energieverbrauchsanzeige

    Überzeugen kann zum Beispiel AEG mit dem HK 634060 X-B und seinem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Neff TT 1342 N ist zwar relativ preisintensiv, überzeugt aber mit guter Wärmeverteilung, intuitiver Bedienung, Langlebigkeit und sparsamer Ringheizung. Die Bosch Serie 6 zeichnet sich durch eine praktische Platteneinteilung und viel Platz für Töpfe, Pfannen und Co. aus. Auch der Funktionsumfang ist mit Ankochautomatik, Kindersicherung, Timer und Co. sehr breit.

    Was kostet ein Kochfeld?
    Der Preis hängt unter anderem von der Kochfeld-Art ab:

    Glaskeramik mit Wärmestrahlung: ca. 150 bis 400 Euro (Hochwertige Varianten mit integriertem Dunstabzug und weiteren luxuriösen Funktionen können bis zu 2.000 Euro kosten.)
    Induktion: Günstige Varianten ab etwa 300 Euro (Für hochwertige, funktionale Markenmodelle können Sie bis zu 2.000 Euro investieren.)
    Gas: günstig ab ca. 100 Euro, gute Standard-Modelle um 400 Euro, Premium-Ausführungen ab 1.000 Euro

    Was ist ein autarker Herd?
    Genau genommen ist ein Herd immer mit dem darüber liegenden Kochfeld verbunden. Ein autarker Backofen bzw. ein autarkes Kochfeld arbeiten dagegen unabhängig voneinander. Sie können mit separaten Knöpfen oder Tasten bedient werden.

    Wie wird ein autarkes Kochfeld angeschlossen?
    Lassen Sie es immer fachgerecht von einem Elektriker anschließen, damit keine Fehler passieren und alles problemlos funktioniert. Wenn Sie sich für eine Küche von küchenquelle entscheiden, können unsere ausgebildeten Monteure das Kochfeld anschließen. Sie nehmen allerdings keine Änderungen an der Hauselektrik oder an Leitungen vor.

    Wie reinigen Sie ein Glaskeramik-Kochfeld?
    Milch kocht über Verschmutzungen sollten Sie direkt entfernen, damit diese nicht einbrennen. Ist das nicht möglich, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Glaskeramik-Oberfläche wieder sauber zu bekommen:

    Feuchtes Tuch: Grobe Verschmutzungen entstehen meist gar nicht, wenn Sie die Oberfläche nach dem Kochen mit einem feuchten Lappen abwischen.
    Natron: Befeuchten Sie die Oberfläche, geben Sie Natronpulver darauf, lassen Sie alles einwirken und wischen Sie es anschließend ab.
    Zitronensaft: Hiermit sind Kalkflecken und Eingebranntes schnell entfernt.
    Schaber: Eingebranntes können Sie mit einer speziellen Klinge abschaben. Setzen Sie diese etwa im 45°-Winkel auf, um die Oberfläche nicht zu zerkratzen.

    FAQ-Script