Durchlauferhitzer

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Was ist ein Durchlauferhitzer?

Als festinstalliertes, elektronisches Gerät dient ein Durchlauferhitzer der Warmwasserbereitung. Er kann direkt an der Zapfstelle oder dezentral eingesetzt werden und ermöglicht dadurch im Badezimmer und in der Küche die Versorgung mit warmem Wasser. Obgleich er modellabhängig sehr hohe Temperaturen erreicht, kann er kein kochendes Wasser zubereiten.

Funktionsweise von Durchlauferhitzern

Sobald Sie den Wasserhahn öffnen, erwärmt das Gerät das fließende Wasser. Schließen Sie ihn wieder, stoppt der elektronische Durchlauferhitzer sofort die Energiezufuhr. Dass Wasser fließt, erkennt er mit Hilfe eines Turbinen-Durchflussmessers. Dieser besitzt für die Auswertung des Durchflusses eine elektronische Baugruppe, die stufenlos und unabhängig von den Druckverhältnissen funktioniert. Um eine Wasserentnahme zu realisieren, benötigt der Durchlauferhitzer einen Mindestdurchfluss. Ein sogenannter Wärmeübertrager (z.B. ein elektrischer Rohrheizkörper) sorgt dafür, dass das Wasser warm wird. Dieser befindet sich in einem Behälter mit zwei Wasseranschlüssen. Darin kann das Wasser ihn umfließen und dadurch erwärmt werden. Wärmeübertrager werden meistens aus Kupfer hergestellt, da dieses Metall Wärme gut leitet.

Sollte das Gerät eine Störung haben, wird es mittels eines Sicherheitstemperaturbegrenzers deaktiviert. Dadurch wird verhindert, dass das Wasser überhitzt. Nur eine qualifizierte Person kann den Durchlauferhitzer dann wieder in Betrieb setzen. Eine weitere Sicherheitsmaßnahme sind Sicherheitsdruckschalter.

Was es für die Installation zu beachten gilt

Brauchen Sie einen Durchlauferhitzer für die Küche und einen für das Bad können Sie sich entscheiden, ob Sie

  • ein Gerät für mehrere Zapfstellen
  • separate Geräte an den verschiedenen Wasserhähnen

installieren möchten.

Ersteres empfiehlt sich nur dann, wenn die Zapfstellen nahe beieinander liegen. Befinden sich Bad und Küche auf unterschiedlichen Etagen, sollten Sie besser verschiedene Geräte verwenden. Ein Durchlauferhitzer für die Küche sollte zudem eine hohe Wassertemperatur erreichen. Auf diese Weise ist eine gute und hygienische Reinigung sowie effizientes Geschirrspülen möglich. Damit Sie Speisereste leicht entfernen können, ist eine möglichst hohe Gradzahl von um die 60° empfehlenswert.

Unterschied zwischen Durchlauferhitzer und Boiler

Ein Wasserboiler oder Warmwassertank stellt in einem Vorratsbehälter eine begrenzte Menge warmes Wasser bereit. Ist dieser leer, dauert es eine Weile, bis wieder warmes Wasser aus dem Hahn fließt. Im Gegensatz dazu erwärmt der Durchlauferhitzer das Wasser in dem Moment, in dem der Wasserhahn geöffnet wird. Er verfügt über eine hohe Wärmeleistung und kann so kontinuierlich warmes Wasser zur Verfügung stellen.

Weitere Kennzeichen eines elektronischen Durchlauferhitzers:

  • Als Kombitherme kann er auch zum Betrieb der Heizung verwendet werden.
  • Moderne Geräte lassen sich zudem an eine Solaranlage anschließen.
  • Im Vergleich zum hydraulischen Durchlauferhitzer ist der Energie- und Wasserverbrauch zwischen 20 und 30 Prozent niedriger.
  • Eine exakte, meist gradgenaue Wassertemperatur ist durch die elektronische Steuerung möglich.
  • Einige Modelle sind mit einer Temperaturprogrammierung (Warm-kalt-Wechsel) ausgestattet, die beim Baden oder Duschen für Wellness und Komfort sorgen soll.
  • Insbesondere vollelektronische Geräte können Sie in Verbindung mit mehreren Zapfstellen nutzen, ohne dass die Temperierung des Wassers an einzelnen Stellen schwankt.

 

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