Haustiere in der Küche

So gestalten Sie eine tiertaugliche Küche

Haustier in der Küche – für manche ein No-Go, für viele aber selbstverständlich. Schließlich sind sie in der Regel feste Familienmitglieder. Während eine Katze sowieso macht, was sie will, zieht es auch einen Hund immer dorthin, wo Herrchen oder Frauchen viel Zeit verbringen und sich wohlfühlen. Zudem möchten sie Teil des Geschehens sein. Viele Haustierhalter richten sich deshalb eine tiertaugliche Küche ein. Ist das für Sie eine Option? Dann zeigen wir Ihnen hier, was Sie bei der Küchenplanung und -ausstattung beachten sollten.

Haustiere von Anfang an berücksichtigen

Sie gehören in vielen Haushalten zur Familie. Da ist es nur selbstverständlich, dass Sie an die Bedürfnisse Ihrer Haustiere denken, wenn Sie eine neue moderne Küche planen. Auf Folgendes sollten Sie achten:

  • Material:

Boden und Oberflächen sollten Sie leicht abwischen können. Keramik und Industriestahl beispielsweise sind sehr hygienische, robuste Werkstoffe, die gerne bei Arbeitsplatten oder Küchenfronten eingesetzt werden. Der Boden einer tierfreundlichen Küche sollte nicht zu glatt sein, damit die Tiere nicht ausrutschen. Außerdem sollte er pflegeleicht bzw. robust sein, damit Futter-Kleckereien einfach entfernt werden und Krallen keinen großen Schaden anrichten können. Laminat und Vinyl bieten sich an.

  • Futterlagerung:

Nass- bzw. Trockenfutter und Leckerlis verstauen Sie praktischerweise dort, wo die Tiere auch fressen. Dafür sollten Sie ausreichend Platz einplanen. Wichtig ist zudem, dass sich die Tür gut mit einer Sicherung verschließen lässt. Klar, denn Hunde und Katzen sind schlau. Sie registrieren, wo Sie das Futter hernehmen, und werden sich schon bald heimlich versuchen, daran zu kommen – meistens mit Erfolg, da ist Chaos vorprogrammiert! Generell sollten Sie Lebensmittel in tiertauglichen Küchen vorsichtshalber nicht in offenen Regalen aufbewahren.

  • Herd:

Entscheiden Sie sich am besten für ein Cerankochfeld oder einen Induktionsherd. Auf Gas sollten Sie wenn möglich verzichten. So reduzieren Sie die Verletzungsgefahr, falls der Stubentiger mal neugierig um das Gerät herumstreunt.

Nützliche Ausstattung für Haustiere in Ihrer Küche

Anschaffung Nr. 1 sollten spülmaschinenfeste Futternäpfe sein. Während ein Wassernapf Ihrem Haustier immer zur Verfügung stehen sollte, können Sie den Futternapf bei Bedarf herausholen. Dazu gibt es zwei praktische Alternativen:

  • Integrierte Futterstation DoggiSokki:

Dieser feste Futterplatz für Ihren Hund verfügt über zwei Näpfe, die auf einem Tablar in einer Schublade im Küchensockel fixiert sind. So stehen sie nicht im Weg – ideal in tiertauglichen Küchen mit engen Laufwegen. Zur Fütterungszeit ziehen Sie sie einfach heraus. Außerdem können Sie die Näpfe herausnehmen, um sie zu reinigen.

  • Futterautomat mit Zeitschaltuhr:

Sind Sie beruflich viel unterwegs oder kommen Sie zu unterschiedlichen Zeiten nach Hause? Dann macht eine Maschine Sinn, die Ihrem tierischen Liebling zu regelmäßigen Zeiten Futter ausgibt.

Haustierbesitzer sollten bei der Küchenplanung auch an luftdichte Mülleimer denken: Hier können Sie Abfälle wie Futterreste und Co. problemlos wegwerfen – hygienisch und vor allem geruchsdicht. So kommen Hund und Katze gar nicht auf die Idee, dort auf Erkundungstour zu gehen.

Tipp: Das Gehör von Hunden und Katzen ist viel sensibler als das menschliche. Aber selbst uns stören knallende Schranktüren und Schubladen manchmal. Wie muss das wohl für Ihr Haustier sein? Die Lösung stellen Dämpfungssysteme für Auszüge und Türen dar. Außerdem sollten Sie Elektrogeräte wählen, die möglichst geräuscharm sind. Achten Sie auf dieses Kriterium, wenn Sie Ihre tiertaugliche Küche planen.

Skeptiker aufgepasst: So geht’s hygienisch

Natürlich entscheidet jeder Halter selbst, ob er sein Haustier in die Küche lässt oder nicht. Einige haben Angst, dass Hunde und Katzen Dreck oder Krankheiten mit nach Hause bringen. Mangelnde Hygiene ist ebenfalls ein Argument, das oft genannt wird. Damit beides nicht zum Problem wird, sind Sie als Haustierbesitzer gefragt. Denn Sie können einiges tun, um Ihre tiertaugliche Küche sauber zu halten:

  • Lassen Sie Ihre Lieblinge gegen Erkrankungen impfen.
  • Beugen Sie Floh- und Parasitenbefall vor.
  • Säubern Sie verdrecktes Hundefell und Pfoten, wenn Sie nach einer Gassirunde das Haus betreten.
  • Entfernen Sie Kleckereien und Futterreste direkt.
  • Desinfizieren Sie Arbeitsflächen regelmäßig.
  • Lassen Sie Ihre Katze nicht auf die Arbeitsplatten und Schränke springen.

So vermeiden Hunde- und Katzenbesitzer Risiken bei ihrer Küchenplanung

Vierbeiner gehen gerne mal auf Entdeckungstour durch das Haus. In einer tiertauglichen Küche können sie sich unbeaufsichtigt aufhalten, denn dort gibt es vergleichsweise wenige Gefahrenquellen:

  • Bedecken Sie Sockelkanäle und Löcher, in die sich die Tiere hineinzwängen und steckenbleiben könnten.
  • Verschließen Sie Schränke und Türen sicher.
  • Platzieren Sie Elektrogeräte auf einer Höhe, die Tiere nicht ohne Weiteres erreichen. Mit Backöfen und Geschirrspülern auf Arbeitshöhe schonen Sie außerdem Ihren Rücken.

Wichtig ist natürlich auch, dass Sie Ihrem Haustier Grenzen setzen und diese konsequent einhalten: Bringen Sie Ihrem Hund bei, nicht zu betteln, selbst wenn der Braten auf dem Tisch oder das Stück Speck auf der Arbeitsplatte herrlich lecker riechen. Gefressen wird nur am Futternapf. So wird der Hund nicht zur Stolperfalle, wenn Sie gerade beherzt kochen.

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