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Stellen Sie sich vor, Sie haben Gäste zum Abendessen eingeladen. Das Menü steht, der Wein ist ausgesucht, jetzt beginnen Sie zu kochen. Sie holen eine Pfanne aus dem Eckschrank mit Schwenkauszug. Der Dampfgarer steht in einem der Vollauszüge griffbereit. Nachdem das Essen fertig ist, öffnen Sie den Wein mit einem Öffner aus der Besteckschublade im Küchenunterschrank. Und schon kann das Fest beginnen. Gute Laune ist vorprogrammiert. Denn in einer sinnvoll eingerichteten Küche macht es schließlich besonders viel Spaß, sich kulinarisch zu entfalten.

Keine Küche ohne Küchenunterschränke. Denn sie bilden das Fundament von Küchenblöcken. Darin werden jede Menge Küchenutensilien sinnvoll verstaut:

• Besteck in der Besteckschublade
• Töpfe und Pfannen hinter Drehtüren
• Teller und Schüsseln in Vollauszügen
• Mülltrennsystem und Reinigungsmittel im Spülenunterschrank
• Und vieles mehr

So sorgen Unterschränke für Ordnung. Alles ist griffbereit genau dort platziert werden, wo Sie es benötigen: Kochtöpfe beispielsweise direkt neben dem Herd, Besteck und Teller zum Tischdecken nebeneinander.

Auf den Küchenunterschränken befinden sich die Arbeitsplatten in der Küche, die viel Platz zum Kochen bieten. Die Kombination ergibt eine Küchenzeile – im Design Ihrer Wahl natürlich. Welche Arten von Unterschränken gibt es? Welche Maße haben sie in der Regel? Was sollten Sie außerdem bei der Küchenplanung beachten? All das und mehr erfahren Sie hier.

Die richtigen Maße

Geordnete und moderne Küche

Wenn Sie Ihre Unterschränke planen, gibt es hinsichtlich der Küchenmaße folgendes zu wissen:

Tiefe:
Die Standardtiefe von Unterschränken beträgt 60 cm. Die standardmäßige Planungstiefe von Unterschränken ist in der DIN-Norm 18022 festgehalten. E-Geräte und andere Küchenausstattung sind meist ebenfalls genormt. Deshalb erhöht sich der Planungsaufwand, wenn sie andere Tiefenmaße benötigen. Allerdings werden Küchenunterschränke inzwischen trotzdem manchmal tiefer als 60 cm geplant. Das hat ergonomische Gründe. Denn dann können Oberschränke niedriger aufgehängt werden, sodass Sie leichter an den Inhalt kommen.

Breite:
Küchenunterschränke sind meist zwischen 30 und 120 cm breit: 30, 40, 50, 60 und 80 cm sind beispielsweise gängig. Die Breite der Küchenunterschränke kann optimal auf Ihren Raum angepasst werden.

Höhe:
Sie hängt von der optimalen Arbeitshöhe der Personen ab, die vorwiegend in der Küche kochen. Und wie stellen Sie fest, was die richtige Höhe ist? Sie sollten mit leicht angewinkelten Armen an der Arbeitsplatte stehen können. Es gibt übrigens auch höhenverstellbare Küchentheken. Diese sind ideal, wenn beispielsweise Sie und Ihr Partner unterschiedlich groß sind. Denn die Höhe des Tresens kann dann an denjenigen angepasst werden, der gerade kocht. Das ist besonders ergonomisch und schont den Rücken.

Tipp: Küchenberater kennen die Standardmaße und können Ihre Küchenzeile präzise an Ihren Grundriss anpassen. So nutzen Sie den vorhandenen Platz perfekt aus.

So schaffen Sie Stauraum: Arten von Küchenunterschränken

Weiße KücheIn einer Küche sollte es einen guten Mix an Unterschränken geben. Schließlich möchten Sie Ihre Kochutensilien ja möglichst praktisch aufbewahren. Der Klassiker sind natürlich Küchenunterschränke mit Einlegeböden und geschlossenen Türen. Darin können Sie alles verstauen: von Kochtöpfen über Küchenmaschinen bis zu Aufbewahrungsboxen. Sie haben aber noch weitere Optionen:

Schubladen:
Besteck, Kochlöffel, Bretter, Geschirrtücher – all das und mehr können Sie übersichtlich in Schubladen legen. Sogar die Sockelleiste unter dem Herd lässt sich zur Aufbewahrung verwenden: In Sockelschubladen können Sie Backbleche, Backpapier und Kuchenformen lagern.

Vollauszüge:
Ideal sind diese unter anderem für Kochgeschirr wie Töpfe und Pfannen. Diese Lösung zum Ausfahren ist oft ergonomischer als einfache Türen. Denn Sie kommen ohne Probleme an das Staugut. Zudem können Sie den gesamten Inhalt sehen – selbst Küchenutensilien, die ganz hinten stehen. Besonders angenehm sind Vollauszüge mit Soft-Close-Funktion. Diesen geben Sie einfach einen leichten Schubs, wenn Sie sie schließen möchten. Die gedämpften Schienensysteme sorgen dann dafür, dass die Frontauszüge nicht zuknallen. Das ist zum einen leise und zum anderen schonen Sie Möbel. Komfortabel ist außerdem die Tip-to-open-Technik: Dabei drücken Sie gegen die Front, es ist kaum Kraftaufwand nötig. Die Tür oder Schublade des Küchenunterschranks springen dann fast wie von selbst auf.

Tipp: Vollauszüge gibt es mit unterschiedlichen Seitenhöhen. Dank hoher Seitenwände fallen zum Beispiel Nudel- oder Reispackungen nicht an den Seiten hinaus. Bei Frontauszügen für Kochgeschirr müssen die Seitenwände dagegen nicht so hoch sein.

Innenauszüge:
Sie können sich bei Ihren Küchenunterschränken auch für eine Kombination aus Front- und Innenauszügen entscheiden. So ist das äußere Gesamtbild der Küche harmonisch und Sie profitieren von den ergonomischen Vorteilen von Auszugschränken.

Apothekerschränke:
Gewürze, Konservendosen oder doch lieber Gläser? Alles, was schnell griffbereit sein soll, kann hier hinein. Mit einem Griff können Sie mehrere Schubfächer öffnen. Apothekerschränke eignen sich besonders gut dafür, verschiedene kleine Dinge übersichtlich zu lagern. Sie können Sie in unterschiedlichen Breiten in Ihre Küche einplanen lassen. Je nachdem, wie viel Platz vorhanden ist bzw. wie viel Stauraum Sie benötigen.

Eckschränke:
Diese helfen Ihnen, den vorhandenen Platz in einer G-, U- oder Winkelküche optimal auszunutzen. Zum einen können Sie sich für eine Eckspüle entscheiden und im Unterschrank beispielsweise Reinigungsmittel lagern. Zum anderen haben Sie die Möglichkeit, einen Le-Mans-Schrank einzubauen. Darin ist vor allem Kochgeschirr gut aufgehoben. Schwenkauszüge, auch bekannt als Tablare, lassen sich sanft aus- und einfahren. So bleibt nicht einmal die hinterste Ecke der Küchenzeile ungenutzt.

Tipp: Es gibt übrigens auch Vollauszüge, die übers Eck verlaufen.

Flaschenregale:
Hier können Sie Ihre Getränke liegend lagern. Besonders bei Wein ist das sinnvoll. Denn der Korken trocknet nicht so schnell aus und es kommt kein Sauerstoff in die Flasche.

Tipp: Sie können Ihre Küchenzeile individuell planen. Idealerweise sollten Sie sowohl Platz für Kleinigkeiten als auch für große Gegenstände schaffen. Es sollte also eine gute Mischung geben: Schubladen mit individualisierbaren (Besteck)Einsätzen und Vollauszüge mit viel Volumen für Bräter, Mixer und Co.

Gestalten Sie nach Ihren Wünschen

Unterschränke sind das Fundament der Küche – das gilt auch in Sachen Design. Welcher Küchenstil gefällt Ihnen am besten?

• Zu Küchenunterschränken in Weiß passt beinahe

Küchenunterschränke in dunkler Holzoptik im Kontras zu weißen Wänden

alles: Mit bunten Arbeitsplatten setzen Sie energetische Akzente. Holz und Naturstein sind ebenfalls tolle Kombinationspartner.
• Küchenunterschränke aus heller Buche oder Akazie verleihen einem Raum Wärme und Gemütlichkeit. Zusammen mit Rahmenfronten beispielsweise entsteht eine rustikale Landhausküche.
• Natürliche Holztöne und pastellfarbene Fronten ergeben einen verspielt-romantischen Vintage-Stil. Mit Dekoration setzen sie Retro-Akzente. Das können zum Beispiel gemustertes Porzellangeschirr oder Holzkisten sein. Diese werden in die Küchenunterschränke geschoben, bieten Platz für verschiedenste Kochausstattung und unterstreichen den Vintage-Charme.
• Unterschränke mit dunklen Fronten, Arbeitsplatten und Nischenverkleidungen in Marmor-Optik. Keramik- oder Edelstahlarmaturen dazu. So gestalten Sie Ihre Küche im modernen Industrial Style.

Tipp: Es lassen sich sogar Küchen komplett ohne Hängeschränke einrichten, wenn die Küchenunterschränke genügend Stauraum bieten. Dann können Sie die Wand ganz frei mich Bildern, Kräuterampeln und anderer Deko gestalten. Zudem wirkt der Raum sehr offen und weitläufig.

Sie können sich außerdem entscheiden, ob Sie Ihre Küchenunterschränke lieber matt oder hochglänzend möchten. Matte Varianten sind modern und leicht zu reinigen. Hochglanz-Fronten strahlen und sehen sehr elegant aus. Allerdings sind Fingerabdrücke deutlicher zu sehen als bei matten Fronten. Mit einem Wisch ist das aber in der Regel schnell behoben.

Was kosten Küchenunterschränke inkl. Montage?

Helle Fronten in weißer KücheAuf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort. Denn der Preis Ihrer Küchenunterschränke liegt im drei- bis viertstelligen Bereich und hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Ausstattung: Standardausführungen oder moderne Elektrogeräte
Design: matte oder Hochglanz-Fronten, Echtholz und Naturstein oder Nachbildungen
Größe: kleine Küchenzeile oder große G-förmige Wohnküche
Merkmale: Soft-Close-Funktionen und andere Merkmale erhöhen den Gesamtpreis.

Wie viel Unterschränke konkret kosten, erfahren Sie im Beratungsgespräch mit einem küchenquelle-Planungsexperten. Sobald die Küchenzeile fertig geplant ist, erhalten Sie einen Kostenvoranschlag und können die Küche zu sich nach Hause bestellen. Die Montage ist hier inbegriffen. Zudem kann er Ihnen preisgünstigere Alternativen zu bestimmten Ausstattungsvarianten aufzeigen, falls Sie dies wünschen.

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