Sie gönnen sich zur Feier des Tages ein edles Steak und es ist zu trocken oder zu zäh? Das liegt nicht immer am Fleisch selbst, sondern kann manchmal auch einfach an der falschen Zubereitung liegen. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Wahl der Pfanne und des Öls einen Einfluss auf das Ergebnis hat? Wann und wie Sie das Fleisch am Ende aufschneiden, ist ebenfalls ausschlaggebend. Nachfolgend zeigen wir Ihnen häufige Fehler, die Sie beim Braten von Steak vermeiden sollten.

Fehler 1: Die falsche Pfanne

Wie sieht das perfekte Steak aus? Ob Sie es well done, medium oder rare zubereiten, hängt von den jeweiligen Geschmacksvorlieben ab. Aber in jedem Fall sollte das Fleisch eine leckere Kruste haben. Wie Sie diese erzeugen? Nicht mit einer antihaftbeschichteten Pfanne, so viel ist klar. Wenn Sie Ihr Steak richtig braten möchten, sollten Sie eine Pfanne ohne Beschichtung aus Edelstahl oder Gusseisen verwenden.

Fehler 2: Das falsche Fett

Damit das Steak innen heiß und außen schön kross wird, brauchen Sie hohe Temperaturen. Allerdings sind dafür nicht alle Öle und Fette geeignet. Wählen Sie ein Produkt, das möglichst hitzebeständig ist, idealerweise bis circa 230°C. Solche Öle setzen beim Erhitzen keine bitteren Aromen oder ungesunden Stoffe frei.

Niedriger Rauchpunkt
bis etwa 170°C
Höherer Rauchpunkt‘
bis etwa 230°C
  • Olivenöl
  • Butter
  • Rapsöl
  • Erdnussöl
  • Sonnenblumenöl

 

Klassischerweise erhitzen Sie Öl in der Pfanne und legen das Bratgut anschließend hinein. Hier sollten Sie allerdings mit der Tradition brechen. Bestreichen Sie das ganze Steak vor dem Braten mit Öl und geben Sie es in die leere Pfanne.

Fehler 3: Steak falsch würzen

In Rezepten steht oft geschrieben, dass Sie das Steak mit Salz und Pfeffer würzen sollen. Hier ist Vorsicht geboten. Die starke Hitze beim Braten wirkt sich nicht nur auf das Öl, sondern auch auf die Gewürze aus. Während Sie ruhig schon im Vorfeld salzen können, sollten Sie Pfeffer erst zum Schluss auf das Fleisch geben. Denn sonst verbrennt er schnell und hinterlässt einen bitteren Geschmack bzw. Röstaromen der unappetitlichen Art.

Fehler 4: Pfanne nicht genug vorheizen

Vielleicht kennen Sie die Situation. Sie legen das Fleisch in die Pfanne und es passiert nichts, da sie noch nicht heiß genug ist. Dann waren Sie wohl etwas ungeduldig. Wenn Sie sehr hungrig sind oder es eilig haben, kann das schon einmal vorkommen. Allerdings hat es einen entscheidenden Vorteil, zu warten, bis sich die Pfanne ausreichend aufgeheizt hat: Die Kruste wird dann besonders kross und einfach lecker.

Wie finden Sie heraus, ob die Pfanne heiß genug ist? Ganz einfach: Geben Sie ein wenig Wasser hinein. Es sollte nicht verdampfen, sondern regelrecht in der Pfanne hin und her springen. Dann ist eine Temperatur von etwa 200°C erreicht.

Fehler 5: Steak ohne Thermometer braten

Haben Sie schon einmal die Innentemperatur des Fleischs überprüft? Nein? Das ist ein Fehler, den Hobby-Köche beim Braten von Steak häufig machen. Wenn Ihnen schlichtweg die Erfahrung fehlt, wann das Fleisch die richtige Garstufe erreicht hat, sollten Sie einfach nachmessen. Dann wissen Sie genau, ob es fertig ist oder nicht.

Wenn Sie Ihr Steak zubereiten, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Fleisch drei Minuten auf jeder Seite anbraten
  2. Danach etwa alle 30 Sekunden wenden
  3. Kerntemperatur mit einem Fleischthermometer überprüfen

Rare: 50 bis 54°C
Medium: 59 bis 63°C
Well done: ab 69°C

Fehler 6: Ruhephase nicht einhalten

Sobald Sie das Steak aus der Pfanne holen, haben Sie es geschafft? Noch nicht ganz. Sie sollten nicht den Fehler machen und das Steak nach dem Braten direkt aufschneiden. Denn dann läuft der Fleischsaft aus, was das Stück zäh schmecken lässt. Gönnen Sie dem Fleisch etwa zehn Minuten Ruhe, bevor Sie es zerteilen oder servieren. Das hat einen einfachen Grund: Während des Erhitzens ziehen sich die Fasern zusammen und drücken Wasser aus den Zellen. Es wird freigesetzt, wenn Sie das Steak zu früh zerteilen. Warten Sie lieber noch ein bisschen, dann binden die Fasern einen Teil des Wassers wieder und das Steak schmeckt herrlich saftig.

Fehler 7: Fleisch mit der Faser aufschneiden

Sie fragen sich, wieso das Rumpsteak im Restaurant so wunderbar zart ist? Das hat unter anderem damit zu tun, dass Profis das Fleisch entgegen der Faser aufschneiden. Dadurch reduzieren Sie die natürliche Spannung des Steaks.

Fazit: Mit dem richtigen Know-how gelingt jedem das perfekte Steak

Sie sehen schon, dass es meist eher Kleinigkeiten sind, die ein perfektes Brat-Ergebnis ausmachen. Zudem ist es nicht schwer, die oben genannten Fehler zu vermeiden. Sie müssen Sie nur kennen. Nachfolgend haben wir alle Empfehlungen noch einmal für Sie zusammengefasst:

  1. Pfanne aus Gusseisen oder Edelstahl ohne Antihaft-Beschichtung verwenden
  2. Fette mit hohem Rauchpunkt wie Raps-, Erdnuss- oder Sonnenblumenöl auf das Fleisch streichen
  3. Pfeffer erst nach dem Braten auf das Steak geben
  4. Pfanne ohne Öl gut vorheizen
  5. Fleisch mehrmals wenden und Temperatur mit Thermometer kontrollieren
  6. Steak zehn Minuten ausruhen lassen
  7. Fleisch entgegen der Faser aufschneiden

Wenn Sie diese Tipps beachten, werden Sie zum Star-Koch in Ihrer eigenen Küche. Jetzt bleibt uns nur noch zu sagen: Guten Appetit!

1 Kommentar

  1. Ein wichtiger Punkt ist hier ausgelassen worden. Steaks dürfen nicht eiskalt aus dem Kühlschrank in die Pfanne sondern müssen unbedingt chambriert werden. Das heißt, zuerst einmal auf Zimmertemperatur gebracht werden. Es ist doch logisch, daß es wesentlich leichter ist ein Steak auf die gewünschte Kerntemperatur zu bringen wenn diese schon im Vorfeld 15-16 °C aufgeholt hat. Diese Methode verhindert, daß sich an den Rändern ungewünschte durchgegarte graue Zonen entwickeln.

    Lg von Grillse

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here