Kindgerechte Küchen

Spielen, Malen, Mitkochen: So richten Sie eine kindgerechte Küche ein

Eine Küche für die ganze Familie? Kein Problem, selbst wenn der vorhandene Platz knapp ist oder gewohnte Abläufe beim Vorbereiten, Kochen oder Essen im Alltag wenig Raum für Spiel und Spaß lassen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit den richtigen Einrichtungstipps und cleveren Möbellösungen Ihre Küche kindgerecht und familienfreundlich einrichten. So fühlen sich auch die Kleinsten wohl und können gefahrlos ihren Eltern beim Kochen helfen.

Platz zum Spielen

Freie Fahrt für Traktor, Bagger und Co! Wenn Sie eine offene Wohnküche planen, sollten Sie Freiräume zum Spielen für Ihre Kinder integrieren. Es gibt viele Möglichkeiten, Schränke und Möbel geschickt anzuordnen. Eine an die Wand gerückte Kücheninsel statt eines freistehenden Küchenblocks lässt mehr Platz für eine Spielstraße. In kleineren, kindgerechten Küchen können schon platzsparende Stühle oder ein klappbarer Esstisch mehr Raum schaffen. Zusammengeklappt entsteht nach dem Essen eine Mini-Spielecke.

Kreativspielplatz mit Kreidetafel

Die Künstler von morgen können Ihrer Kreativität freien Lauf lassen, während Sie das Abendessen vorbereiten. Sie können zum Beispiel die Seitenwand Ihrer Hochschränke mit einer Tafeloberfläche versehen: eine Leinwand für endlose Kritzeleien oder Mamas und Papas Einkaufszettel.

Kuschelecke für Leseratten

Statten Sie Ihre familienfreundliche Küche doch mit einer gemütlichen Eckbank aus. Auf diesem Logenplatz können die Kleinen ihre Schullektüre lesen, in Rezepten schmökern oder sich bei Ihnen etwas über gesunde Ernährung abgucken.

Kratzfeste Arbeitsplatte

Robust und stabil

Die Fronten und Arbeitsplatten in einer kindgerechten Küche sollten kratzfeste, pflegeleichte Oberflächen besitzen. So können Sie auf einer Natursteinarbeitsplatte sogar direkt Teig kneten oder Obst schneiden. Perfekt für die Familienküche!

Für Groß und Klein

Tresen mit hohen Hockern sind eher etwas für Große und auch bei normaler Tischhöhe können Kleinkinder höchstens auf Zehenspitzen auf die Tischplatte schauen. Die Lösung?

  • Extraniedrige Küchenelemente:
    Diese können an Tresen oder Kochinsel angeschlossen werden. Kleine Kinder stehen daran zum Spielen, größere nehmen einen Hocker oder machen es sich mit Papa und Mama auf einem Sitzkissen gemütlich.
  • Praktischer Hochsitz oder Lernturm:
    Kinder lieben es, auf Arbeitsplatten zu sitzen und beim Backen zu helfen. Schließlich haben sie dort oben einen guten Rundum-Blick auf das Geschehen. Da müssen Eltern natürlich immer ein wachsames Auge haben. Eine kindgerechte Ergänzung für Ihre Küche sind Lerntürme. Die Kleinen können selbstständig hineinklettern und nicht herunterfallen. In kompakten Familienküchen mit Tresen oder verschiebbarer Pultplatte eignen sich auch Hochsitze gut. Ältere Kinder können beim Lesen die Beine baumeln lassen und ihren Eltern beim Kochen über die Schulter schauen.
  • Großer Tisch:
    Ein großer Tisch zum Malen, Hausaufgaben machen und natürlich Essen wird schnell zum beliebten Familientreffpunkt für Groß und Klein gleichermaßen.

Eigene Schatzkiste

Bei der kindgerechten Küchenplanung erinnern Sie sich am besten an die eigene Kindheit zurück: Erster Anlaufpunkt war meist Omas Süßigkeitenschublade. Kinder lieben Geheimnisse und verstecken selbst gerne ihre Schätze. Räumen Sie also ein gut erreichbares Fach im Schrank für Spielzeug, Malsachen oder die erste eigene Backrolle mit süßen Motiven frei. Bei den ganz Jungen ist schon farbenfrohes Plastikgeschirr in der untersten Schublade ein Hauptgewinn.

Kochen mit Kindern

Achtung, scharf! Kochen mit Kindern

„Lassen Sie Ihre Kinder niemals unbeaufsichtigt…“

Eltern kennen diesen Sicherheitshinweis. Doch in der Realität wollen Kinder stets die ganze Welt erkunden – Erwachsene können ihre Augen aber nicht immer überall haben. Mit diesen Verhaltensregeln wird der Küchenalltag für alle sicherer:

  • Kinder mit einbeziehen:
    Lassen Sie Kinder bei der Küchenarbeit mithelfen, das nimmt den Reiz des Unbekannten. Gemüse schnippeln oder mit Elektrogeräten hantieren sollten sie allerdings immer nur unter Aufsicht.
  • Gefährliches wegräumen:
    Scharfe Gegenstände wie Messer und Plastiktüten sollten in einer kindgerechten Küche nicht unbeaufsichtigt herumliegen. Räumen Sie Elektrogeräte nach Gebrauch möglichst gleich weg.
  • Im Auge behalten:
    Auch wenn Sie alle Vorsichtsmaßnahmen beachten – lassen Sie Kinder grundsätzlich nicht allein in der Küche und erklären Sie älteren Kindern, warum es dort gefährlich für sie sein kann.

Achtung, heiß! Küche kindersicher gestalten

In der Küche lauern viele Gefahrenquellen für Kinder. So sorgen Sie vor:

  • Herd/Kochfeld:
    Kochen mit Induktion ist für Kinder am sichersten. Achten Sie dennoch darauf, Stiele oder Henkel nach hinten zu drehen. Oder verwenden Sie ein Herdschutzgitter, damit die Kleinen sich nicht an heißen Töpfen oder Pfannen verbrennen.
  • Backofen/Dampfgarer:
    Essen, das im Ofen schmort? Verlockend! Spezielle Backofenstopptüren oder erhöht eingebaute Geräte halten neugierige Kinderhände auf Abstand.
  • Steckdosen/Schalter:
    Ein handelsüblicher Steckdosenschutz ist schnell installiert und kann kleinen Mitbewohnern das Leben retten. Einfach reindrücken oder kleben – fertig! Für Elektrogeräte gibt es spezielle Schalterabdeckungen, mit denen Sie Ihre Küche noch kindgerechter machen können.
  • Heißwasserhahn:
    Eine Kindersicherung oder ein integrierter Verbrühschutz verriegeln den Heißwasser-Zufluss bei modernen Armaturen, die kochend heißes Wasser liefern. So schützen sie vor Verbrühungen.
  • Schluss mit Anecken:
    Ein Stoßschutz an Tischkanten oder Arbeitsplatten verhindert Schrammen, wenn die Kleinen stürzen oder sich stoßen, weil sie übermütig losgerannt sind. Er ist passend zu Ihrer kinderfreundlichen Küche in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich.

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