Optimal in hellem weiß ausgeleuchtete Küche

Die Küche ist mehr als nur Herd, Kühlschrank und Ofen. Ein Großteil des Alltags spielt sich hier ab. Es ist der Raum, in dem die Familie zusammenkommt, in dem schmackhafte Speisen kreiert und leckere Kuchen gebacken werden. Hier wird gearbeitet, gekocht, gelebt. Der Beleuchtung in der Küche kommt dabei eine ganz besondere Aufgabe zu. Sie muss für jede Situation das passende Licht bereithalten. Damit Sie bereits bei der Küchenplanung die richtigen Lampen auswählen, haben wir hier die wichtigsten Informationen für Sie gesammelt.

Schaffen Sie ein individuelles Lichtkonzept für Ihre Küche

Eine Küche sollte über individuell einstellbare Beleuchtungsmöglichkeiten verfügen. So können Sie auf jede Situation reagieren:

Kochen: Gerade wenn Sie viele Kleinarbeiten erledigen, wie Gemüse schnippeln, ist ein helles Licht wichtig, das auf die Arbeitsfläche gerichtet ist. Das schont nicht nur die Augen, sondern dient auch Ihrer Sicherheit, wenn Sie mit scharfen Messern hantieren.
Essen: Den Esstisch sollten Sie unabhängig von der Grundbeleuchtung mit Licht versorgen können.
Wohnen: Mit gedimmtem Licht machen Sie es sich in Ihrer Küche so richtig bequem.

Um für jede Situation die passende Beleuchtung in Ihre Küche zu bringen, sollten Sie Ihr individuelles Lichtkonzept erstellen. So können Sie verschiedene Ecken des Raums unterschiedlich ausleuchten.

Bei den Leuchtmitteln haben Sie in der Küche meist die Wahl zwischen Halogenlampen und LEDs. Während Hallogenleuchten mit Ihren hervorragenden Farbwiedergabe glänzen, überzeugen LEDs vor allem durch folgende Vorteile:

• Energiesparend
• Lange Lebensdauer
• Keine Anlaufzeit
• In verschiedenen Farben verfügbar

LEDs sind zwar in der Anschaffung meist etwas teurer, machen ihren Preis durch die geringen Stromkosten aber schnell wieder wett. Ihr Wartungsaufwand ist außerdem sehr gering, da Ihre Lebensdauer bis zu 50.000 Stunden beträgt. Das entspricht bei moderater Nutzung der Küchenbeleuchtung einer Brenndauer von etwa 20 Jahren.

Bedenken Sie bei der Küchenplanung aber auch: Nichts wirkt wie natürliches Licht. Planen Sie daher genügend große Fenster ein, damit Sie tagsüber Ihre Lampen auch mal ausgeschaltet lassen können. Aktuell besonders modern: Große Fensterfronten in offenen Wohnküchen.

Lux, Lumen, Kelvin – diese Einheiten sollten Sie kennen

Es gibt aber nicht nur einen Unterschied zwischen hellem und dunklerem Licht, sondern auch zwischen einzelnen Lichtfarben. Diese können Sie gezielt einsetzen, um bestimmte Atmosphären zu schaffen. Werfen wir dazu einen kurzen Blick in die Lichtlehre. Diese Einheiten sollten Sie kennen:

Lichthelligkeit: Dieser Wert gibt an, wie hell eine Lampe leuchtet. Er wird in der Einheit Lumen angegeben.
Verbrauch: Der Energieverbrauch einer Lampe wird in Watt gemessen. Je heller eine Lampe leuchtet, desto mehr Strom verbraucht sie in der Regel auch.
Beleuchtungsstärke: Wie gut ist eine bestimmte Fläche ausgeleuchtet? Das zeigt die Beleuchtungsstärke. Sie wird in der Einheit Lumen/Quadratmeter oder Lux angegeben.
Lichtfarbe/Lichttemperatur: Jedes Licht wirkt anders auf uns. Das liegt daran, dass sie unterschiedliche Temperaturen besitzen. Während neutralweißes Licht unsere Konzentration fördert, versetzt uns warmweißes Licht in eine entspannte Atmosphäre. Die Lichtfarbe wird in Kelvin gemessen. Zum Vergleich: das warmweiße Licht einer Kerze besitzt etwa 1.500 Kelvin, Tageslicht hingegen etwa 16.000 Kelvin.

Wenn Sie diese vier Größen kennen, sind Sie auf das Gespräch mit Ihrem Berater gut vorbereitet.

Lichtkonzept: Die optimale Beleuchtung für Ihre Küche

Für Ihre Küche sollten Sie drei Arten von Beleuchtung einplanen:

Primärbeleuchtung: Das ist die Grundbeleuchtung der Küche. Sie sollte gleichmäßig den kompletten Raum erhellen.
Sekundärbeleuchtung: Mit der Sekundärbeleuchtung rücken Sie einzelne Bereiche in den Vordergrund, zum Beispiel den Esstisch.
Akzentbeleuchtung: Einzelne Elemente sollten Sie zusätzlich mit einer individuellen Beleuchtung ausstatten. Für die Arbeitsfläche können Sie zum Beispiel LED-Spots an den Hängeschränken anbringen.

Primärbeleuchtung

Mit LED-Licht ausgeleuchtete KücheDie Grundbeleuchtung Ihrer Küche sollte aus mehreren Lichtquellen an der Decke bestehen. So gehen Sie sicher, dass jeder Winkel des Raums ausgeleuchtet wird. Sie können entweder feste Deckenspots wählen oder verstellbare Leuchten, die Sie auf Wunsch immer wieder neu ausrichten können. Wählen Sie für das Primärlicht Leuchtmittel mit ca. 300 Lux. Dieses Licht wirkt angenehm, ist aber hell genug, damit Ihre Augen nicht ermüden. Greifen Sie außerdem zu einer Leuchte mit einer warmweißen Lichtfarbe (etwa 3.000 Kelvin), sonst wirkt Ihre Küche schnell steril.

Wenn Sie sich für Hänge- oder Schirmlampen entscheiden, macht es Sinn, pflegeleichte Materialien zu wählen. Fettspritzer oder Kochdämpfe können Rückstände auf den Lampen hinterlassen oder für eine gelbe Verfärbung sorgen. Edelstahl oder Glas beispielsweise lässt sich bequem abwischen und reinigen. Verzichten sollten Sie hingegen auf Lampenschirme aus Stoff. Diese werden den Anforderungen einer Küchenbeleuchtung nicht gerecht, da sie nur schwer zu reinigen sind und sich durch Dämpfe verfärben können. Wählen Sie außerdem Lampen mit weit geöffneten Schirmen. Das Licht kann so den ganzen Raum durchfluten.

Sekundärbeleuchtung

Helle Küche mit passendem LichtkonzeptDie Sekundärbeleuchtung ist vor allem am Esstisch wichtig. Ein dimmbares Küchenlicht bietet hier die perfekte Möglichkeit, auf verschiedene Tageszeiten und Situationen zu reagieren:

• Frühstück: Während Sie noch schlaftrunken Ihr Frühstück zu sich nehmen, dimmen Sie das Licht etwas. So kann sich Ihr Körper langsam an das Licht gewöhnen, aber Sie haben genug Helligkeit, um Ihre Zeitung zu lesen, bevor Sie sich auf den Weg zur Arbeit machen.
• Abendessen: Als Sie von der Arbeit kommen, ist es draußen schon dunkel. Sie stellen das Licht hell ein, sodass sich die ganze Familie bei angenehmer Küchenbeleuchtung unterhalten kann.
• Zu später Stunde: Nachdem Sie die Kinder ins Bett gebracht haben, gönnen Sie sich mit Ihrem Partner bei romantisch gedimmtem Licht noch ein Gläschen Rotwein.

Wählen Sie für die Sekundärbeleuchtung Lampen mit warmweißem Licht. 2.700 bis 3.000 Kelvin sind ein guter Wert. So schaffen Sie eine wohnliche Atmosphäre. Für optimale Lichtverhältnisse sollte der Abstand zwischen Leuchte und Tischplatte ca. 70 cm betragen.

Akzentbeleuchtung

Klassische Küche mit eingebauten LichtleuchtenFür ein sicheres und ergonomisches Arbeiten in der Küche ist die richtige Beleuchtung unerlässlich. Ein besonderes Augenmerk sollten Sie dabei auf die Arbeitsflächen richten. Werden diese falsch beleuchtet, werfen Sie sich beim Hantieren und Scheiden womöglich selbst Schatten. Sie können die Arbeitsflächen in der Küche daher beispielsweise mit LED-Unterbauleuchten individuell erhellen. Wählen Sie hier ein neutralweißes Licht mit bis zu 5.000 Kelvin und ca. 600 Lumen. So haben Sie auch bei der Arbeit mit einem scharfen Messer alles im Blick. Achten Sie darauf, dass Sie genügend Spots installieren, um die gesamte Arbeitsfläche gleichmäßig auszuleuchten. Etwa 50 cm sollte der Abstand zwischen Leuchten und Arbeitsplatte betragen.

Auch das Kochfeld sollten Sie individuell beleuchten können. Hier eignet sich eine Lampe mit verstellbaren Lichtspots, das Sie je nach Tätigkeit ausrichten können. Viele Möbel und Geräte, wie die Dunstabzugshaube , können Sie bereits mit integrierten LED-Spots oder -Stripes kaufen. Lichtpunkte im Schrank sorgen außerdem dafür, dass Sie alles schnell und einfach finden.

Schaffen Sie Atmosphäre mit indirekter Beleuchtung

Das richtige Licht ist nicht nur zum Arbeiten wichtig, es kann auch durchaus unsere Gefühle und Stimmungen beeinflussen. Hier kommt die sogenannte indirekte Küchenbeleuchtung ins Spiel. Während direkte Beleuchtung Ihr Licht unmittelbar in den Raum abgibt, strahlt indirekte gegen Wände oder Decken und wird von dort aus in den Raum zurückgeworfen. Es eignet sich hervorragend, um eine warme Atmosphäre zu schaffen und einzelne Bereiche eines Raums in den Fokus zu rücken. So haben Sie die Möglichkeit, viele weitere Elemente Ihrer Küche mit Leuchten auszustatten:

Griffe: Griffleuchten setzen stilvolle Akzente und sorgen für ein edles Ambiente. Sie bieten sich vor allem in modernen Küchen an.
Regale: Auch Regale können Sie mit einzelnen Leuchten toll in Szene setzen.
Rückwand: Beleuchten Sie Ihre Küchenrückwand individuell, um ein stimmungsvolles Ambiente zu schaffen.
Kücheninsel : Besitzt Ihre Küche eine Kochinsel? Diese können Sie mit stimmungsvollem Licht perfekt in den Fokus rücken. Bestrahlen Sie sie mit Pendelleuchten von oben oder bringen Sie unten LED-Stripes an, um den Boden zu bestrahlen.

So können Sie bestimmte Möbelstücke und Bereiche Ihrer Küche hervorheben. Möchten Sie gerne Freunde zu einer Cocktailparty einladen? Dann sind farbige LED-Leisten in der Küche eine tolle Idee. Sie tauchen den Raum in ein stimmungsvolles Licht. Das zieht garantiert alle Blicke auf sich.

Wie viel Beleuchtung braucht eine Küche denn nun?

Wie viele Leuchten Sie benötigen, welche Lampen Sie wo platzieren sollten und welche Möbelstücke Sie mithilfe von LED-Stripes besonders in den Fokus rücken möchten, bleibt Ihren Vorstellungen überlassen. Um Ihnen einen Eindruck zu geben, wie Ihre Küche mit Ihrem Lichtkonzept am Ende aussehen kann, hier ein Beispiel:

  1. In Ihre Decke haben Sie mehrere LED-Spots eingebaut. Diese lassen den gesamten Raum in einem gleichmäßigen Licht erstrahlen. Für die richtige Stimmung sorgt ein integrierter Dimmer.
  2. Ihren Esstisch haben Sie zusätzlich mit zwei Pendelleuchten ausgestattet, die Ihnen eine bessere Sicht während der Mahlzeiten verschaffen.
  3. Für Ihre Arbeitsfläche haben Sie leistungsstarke LED-Stripes gewählt, die direkt als Beleuchtung in den Hängeschränken verbaut sind. Beim Vorbereiten von Speisen sitzt so jeder Handgriff.
  4. Ihren Kochbereich mit Herd, Backofen und Spüle erhellen Sie mit zwei verstellbaren Strahlern.
  5. Für die perfekte Atmosphäre haben Sie Ihre Schränke und Küchengriffe mit LED-Lichtern ausgestattet. Auf Wunsch lassen sich die Farben ändern, sodass Ihre Küche in immer neuem Glanz erstrahlt.

So oder so ähnlich könnte Ihre Küche aussehen. Zögern Sie nicht und setzen Sie Ihre eigenen Wünsche in Ihrem Zuhause um.

Vier tolle Gadgets für einen Hauch Extravaganz in Ihrer Küche

Waren Sie schon einmal in der Küche eines Bekannten und haben dessen tolle Ausstattung bewundert. Mit diesen vier Features der Küchenbeleuchtung bestaunen Ihre Freunde in Zukunft Ihre Küche:

Sensoren: Wie von Zauberhand schaltet sich plötzlich das Licht unter dem Hängeschrank ein. Sensoren machen es möglich. Sie reagieren, wenn Sie Ihre Hand zum Beispiel fünf Zentimeter davor bewegen und schalten das Licht automatisch ein. Ideal auch für schmutzige Hände!
Licht-System: Verschiebbare Lampen die immer wieder neu angeordnet werden können? Mit einem Licht-System kein Problem. Über Schienen können Sie Ihre Lampen hin und her schieben sowie neue Leuchten hinzufügen. Pendelleuchten können Sie gleichzeitig noch in der Höhe verändern. Das macht Ihren Wohnraum lebendiger und das Umdekorieren fällt ganz leicht.
LED-Profile: Sie möchten Ihre offene Küche optisch vom Wohnraum abtrennen? Mit LED-Profilen aus Aluminium gelingt Ihnen das ganz einfach. Platzieren Sie diese rings um den Küchenbereich. Per Knopfdruck leuchtet das LED-Band und zeichnet auf dem Boden den Küchenbereich ein. LED-Profile können Sie aber auch in vielen anderen Bereichen Ihrer Wohnung einsetzen.
Smart Home: Regeln Sie Ihre Küchenbeleuchtung per App, Fernbedienung oder Sprachbefehl, indem Sie sie in Ihr Smart Home integrieren.

Fazit: Eine gute Planung ist das A und O

Eine intensive Küchenplanung ist essentiell, wenn Sie Ihre Wünsche genau nach Ihren Vorstellungen umsetzen möchten. Das gilt für jeden Bereich des Raumes und eben auch für die Küchenbeleuchtung. Sie muss vielseitig einsetzbar und sowohl funktional als auch stimmungsvoll sein. Daher ist es besonders wichtig, dass Sie jedem Bereich ein individuelles Licht zuweisen. Die Arbeitsfläche sollte zum Beispiel viel heller beleuchtet sein, als der Esstisch. Mit dimmbarem Licht erfüllen Sie gleich mehrere Zwecke. So passen Sie das Ambiente immer an die jeweilige Situation an.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich meine Küchenbeleuchtung im Nachhinein aufrüsten?

Ihre Küche ist bereits mehrere Jahre alt und Sie würden ihre Beleuchtung gerne modernisieren? Kein Problem. Wählen Sie dafür am besten LED-Lichter und -Stripes. Diese lassen sich in den meisten Räumen völlig problemlos nachrüsten. Im Trend liegen aktuell sehr flache Unterbauleuchten, die sich mit einem normalen Stecker anschließen lassen. Für die Installation benötigen Sie also nicht einmal einen Elektriker.

Wie viele Lampen benötigen ich in meiner Küche?

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter:

• Wie groß ist Ihre Küche?
• Wie viel Licht scheint tagsüber durch das Fenster?
• Wie viel atmosphärische Beleuchtung möchten Sie?

Die Antworten auf diese Fragen entscheiden gemeinsam darüber, wie viele Lampen Sie in Ihrer Küche installieren sollten.

Welche Lampen sollte ich für meine Küche wählen?

Achten Sie bei der Wahl der Leuchtmittel, dass diese zum Stil Ihrer Küche passen. LED-Spots sind praktisch und wirken sehr modern. In einer Landhausküche greifen Sie stattdessen eher zu klassischen Lampen. Auch hier können Sie natürlich als Leuchtmittel LEDs verwenden. Diese sind mittlerweile so vielfältig, dass sie in nahezu jede Lampenart integriert werden. In der Landhausküche machen sich zum Beispiel Laternen hervorragend, die von der Decke hängen und ein warmweißes Licht verbreiten.

Welche Vorteile hat eine LED-Röhre im Vergleich zu einer Leuchtstoffröhre?

LEDs besitzen gegenüber der klassischen Leuchtstoffröhre, auch Neonröhre, viele Vorteile. Sie sind energiesparender und liefern ohne Verzögerung Licht. Bei der Neonröhre hingegen flackert das Licht meistens kurz nach dem Einschalten. LEDs bieten anschließend ein stabiles Licht und werden nicht langsam heller, wie es bei der Leuchtstoffröhre der Fall ist. Das schont Ihre Augen. Wenn Sie Ihre Küchenbeleuchtung umrüsten möchten, lohnt sich das also gleich in mehrfacher Hinsicht, auch wenn LED-Röhren in der Anschaffung teurer sind.

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