Einrichtungsregeln brechen

3 Einrichtungsregeln, die Sie beherzt brechen dürfen

Sie sind ein wiederkehrendes Thema in einschlägigen Magazinen und Blogs: die Dos and Don’ts der Inneneinrichtung. Immer wieder liest man Regeln, an die es sich zu halten gilt. Sie schreiben vor, wie Sie Küche, Wohnzimmer und Co. einzurichten haben. Einige dieser Gebote können helfen, Anfängerfehler zu vermeiden. Andere sind schon lange überholt. Und überhaupt: Wer sagt, dass Sie Muster nicht stilvoll kombinieren oder Farben nicht so einsetzen können, wie Sie möchten? Erlaubt ist schließlich, was gefällt! Wir finden, starre Design-Knigge sind nicht mehr zeitgemäß. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl, lassen Sie Ihrer gestalterischen Kreativität freien Lauf und brechen Sie beherzt veraltete Einrichtungsregeln. Dann liegen Sie bei der Wahl Ihrer Möbel und Accessoires eigentlich immer richtig. Wir räumen nun mit einigen Einrichtungsmythen für Küche, Wohnbereich und Co. auf:

1. Kleine Räume brauchen helle Farben.

Kleine Räume mit dunklen WändenDiese alte Leier kennen Sie bestimmt: Helle Farben zaubern kleine Zimmer optisch größer. Gähnen Sie auch schon bei dem Gedanken? Die Aussage per se ist natürlich nicht falsch. Aber wer sagt, dass das kräftige, dunkle Töne nicht ebenfalls können? Denn die Konturen des Raums fallen so weniger auf und er wirkt optisch größer. Mit kräftigen Tönen erschaffen Sie ganz leicht eine gemütliche Atmosphäre. Nicht umsonst sind Grau, Blau und sogar Schwarz gerade voll im Trend. Spielen Sie mit unterschiedlichen Nuancen, Texturen und Strukturen. Setzen Sie bei der Einrichtung auf Kontraste mit Farben und Licht. Spiegel schaffen zusätzlich optische Weite – ja, sogar an den Wänden in der Küche und im Essbereich sind sie tolle Dekorationsobjekte! Geschickt in Szene gesetzte Statement-Möbel und stylische Lampen machen den außergewöhnlichen Look komplett.

Tipp: Brechen Sie diese Einrichtungsregel, indem Sie zu eleganten Farben wie Dunkelblau oder Anthrazit Akzente in Gold, Silber oder Kupfer setzen. Diese sorgen für ein interessantes Lichtspiel, das kleine Räume mit Leben erfüllt.

2. Stilmix vermeiden.

Lange war es ein absolutes No-Go, Muster untereinander zu kombinieren. Zu aufgeregt und zu uneinheitlich mögen Kritiker vielleicht behaupten. Wir finden eher: mutig, lebendig und gemütlich! Brechen Sie diese überholte Einrichtungsregel ruhig und kombinieren Sie Streifen mit Karos oder Punkte mit Rauten. Auch verschiedene Blumen-Muster können Sie stimmig arrangieren. Und das Schönste ist: Sie verleihen Ihrem Zuhause Ihre eigene, individuelle Note. Denn Sie können einen Stil ganz nach Ihrem Geschmack kreieren und dabei sicher sein, dass keine andere Küche so aussieht wie Ihre. Rund um Ihre persönlichen Lieblingsteile rücken Sie mit Textilien, Wandfarben und Accessoires Ihr gesammeltes Leben in den Mittelpunkt. Kombinieren Sie Farben und Muster ruhig mutig, denn Kontraste ziehen sich an!

Tipp: Streifen wirken unaufgeregt und passen somit gut zu außergewöhnlichen Mustern. Wenn Sie auf auffällige Prints setzen, sollten die Möbel reduzierte klare Formen besitzen. Unterschiedliche Muster dürfen gerne in derselben Farbfamilie angesiedelt sein. So wirkt Ihre Inneneinrichtung trotz Stilmix sehr harmonisch.

3. Der Einrichtungsstil muss zum restlichen Haus passen.

Einspruch! Diese Einrichtungsregel können Sie getrost brechen. Denn Kontraste können ungemein interessant sein. Aber das bringt doch Unruhe in Ihr Zuhause? Nicht unbedingt. Ein Stilmix kann überraschend harmonisch sein. Zudem bringt er frischen Wind in die Wohnung. In einem gemütlich eingerichteten Altbau beispielsweise sorgt eine ausgefallene Küche in schwarzer Stahl-Optik für einen gekonnten stilistischen Bruch. Und warum sollte eine moderne schnörkellose Badewanne nicht perfekt in das Jugendstil-Häuschen der Urgroßeltern integriert werden? Wer sich nicht für einen Wohnstil entscheiden kann oder gerne auch einmal abwechselt, für den eignet sich ein Mix perfekt. Während Ihre Landhaus-Küche sich rustikal präsentiert und der Wohnbereich in gemütlicher Atmosphäre strahlt, gestalten Sie Ihr Arbeitszimmer modern und minimalistisch. Und die Terrasse lädt vielleicht in ein mediterranes Urlaubsparadies ein. Das ist nicht unruhig, sie setzen lediglich alle Ihre gestalterischen Vorlieben um!

Sie sind skeptisch, ob weniger immer mehr ist oder die Decke weiß bleiben muss? Lesen Sie mehr zu weiteren Einrichtungsmythen, die wir für Sie genauer unter die Lupe genommen haben.

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