Für die einen ist es pure Entspannung, für die anderen ein Lifestyle und für wieder andere ein tägliches To-do: Essen zubereiten. Standen Sie schon einmal am Herd und haben sich gefragt: Wie kann ich (noch) besser kochen? Die Antwort: Übung macht den Meister. Und mit folgenden Tipps und Tricks klappt’s noch besser.

1. Verwenden Sie gute Zutaten

Besser kochen heißt auch besser einkaufen. Denn es muss nicht immer ein Gourmet-Rezept sein, um puren Genuss zu erleben. Schlemmermäuler können Sie auch mit einfachen Gerichten glücklich machen – wenn Sie gute Zutaten verwenden:

 

  1. Holen Sie Kräuter, Obst sowie Gemüse frisch und kaufen Sie saisonal ein. Zum einen ist das umweltbewusst. Zum anderen schmeckt es auch besser. Heimische Gurken und Tomaten beispielsweise sind viel intensiver als Gemüse, das um die halbe Welt gereist ist.
  2. Setzen Sie auf Bio-Fleisch aus der Region. Das ist gesünder, die Tiere werden artgerecht und umweltschonend gehalten. Das gibt Fleischliebhabern ein gutes Gefühl beim Essen und schmeckt super. Haben Sie ein erstklassiges Steak, müssen Sie eigentlich nur mit Salz und Pfeffer würzen, es nicht zu lange braten und schon ist die Gaumenfreude perfekt.
  3. Sie wollen besser kochen – am besten wie ein Profi? Dann ist auch das richtige Öl wichtig. Hier gibt es große Unterschiede, was Geschmack und Nahrhaftigkeit angeht. Setzen Sie also auf hochwertiges Speiseöl!

2. Investieren Sie in hochwertige Ausstattung

Wer besser kochen will, braucht die richtigen Tools. Denn Zwiebeln schneiden macht mit einem stumpfen Messer einfach keinen Spaß. Besorgen Sie sich also scharfe Messer, die feiner schneiden. Sie rutschen weniger leicht ab und verringern somit die Verletzungsgefahr. Zudem wird sauber geschnittenes Fleisch beim Zubereiten besser mit Sauerstoff versorgt und schmeckt dadurch intensiver. Abspülen ist besonders lästig, wenn das Essen in der Pfanne eingebrannt ist. Legen Sie sich lieber ein Modell mit einer hochwertigen Antihaft-Beschichtung zu.

Es muss nicht immer ein Thermomix oder die neueste Küchenmaschine mit den modernsten Funktionen sein. Qualitative Töpfe, Pfannen und Messer reichen in der Regel schon aus. Auch über einen Blitzhacker für Gemüse können Sie nachdenken. Wer gerne schmort, für den eignet sich ein Schnellkochtopf. Setzen Sie hier auf Qualität, haben Sie jahrelang etwas davon.

3. Mise en place

Besser kochen bedeutet auch besser organisieren. Das Stichwort lautet: Mise en place. Das ist die Vorbereitung vor dem eigentlichen Kochen, ist einfach umzusetzen und hebt das Kochen somit auf ein ganz anderes Level. Folgendermaßen funktioniert es:

 

  1. Rezept durchlesen und überlegen, was Sie brauchen
  2. Töpfe und Pfannen auf den Herd stellen und andere Küchenutensilien bereitlegen
  3. Ggf. Messer schärfen
  4. Flüssigkeiten und trockene Zutaten abwiegen
  5. Gemüse etc. klein schneiden
  6. Alles an den richtigen Platz stellen, von dem aus Sie die Zutaten bequem erreichen können
  7. Erst danach Herd und ggf. Backofen anmachen
  8. Mit dem Kochen beginnen

Extra-Kochtipp: Die verschiedenen Zutaten können Sie in die Formen eines Muffin-Blechs geben. Idealerweise in der Reihenfolge, in der Sie sie verwenden. Das kann gerade Koch-Neulingen beim Organisieren helfen.

Mit Ordnung in der Küche und Mise en place sparen Sie sich Zeit und können trotzdem ganz ohne Hektik kochen. Denn Sie müssen nichts mehr nebenher schneiden oder suchen. Das Vorgehen eignet sich vor allem gut, wenn Sie aufwendige Rezepte für Feiertage oder Feiern wie ein Profi kochen möchten. Nicht umsonst wird auch in jeder Restaurantküche so gearbeitet.

4. Probieren Sie Life Hacks

Kochen macht Spaß. Es ist herrlich zu sehen, wie aus rohen Zutaten köstliche Gerichte werden. Wie sich die Aromen in der Küche entfalten. Wie eine Sinfonie aus Düften und Geräuschen entsteht. Wie die Geschmacksnerven frohlocken, weil sie neue Kreationen zu schmecken bekommen. Wenn da nur nicht das lästige Kartoffelschälen wäre. Und das Nudelwasser, das ständig überkocht …

Mit diesen Life Hacks kochen Sie noch besser:

Nudelwasser kocht nicht so leicht über, wenn Sie einen Holzlöffel quer über den Topf legen.
Kartoffeln pellen Sie leichter, wenn Sie die Schale einmal rundherum einschneiden und die fertig gekochten Knollen in ein kaltes Wasserbad geben.
Tomaten halbieren Sie, indem Sie sie auf einen Teller legen und einen zweiten darüberstülpen. Mit einem scharfen Messer schneiden Sie dann durch den entstandenen Spalt. Schon sind die Tomaten schnell und gleichmäßig halbiert.

5. Verwerten Sie Reste

Nicht alle Küchenabfälle müssen gleich in die Tonne wandern. Kerne, Gemüsegrün und Schalen können Sie nämlich noch verwerten:

Papayakernen wird eine verdauungsfördernde Wirkung zugeschrieben. Trocknen Sie diese für etwa drei Stunden bei 50°C im Backofen und mahlen Sie sie anschließend. So haben Sie ein neues, leicht pfeffriges Gewürz für Ihre Gerichte.
• Sie wollen besser kochen? Dann machen Sie Pesto aus Radieschengrün. Dieses enthält Vitamine und Mineralien und eignet sich super als Würze für Salate oder Kräuterquark.
Kohlrabiblätter können Sie blanchieren, einfrieren und als erfrischende Grundlage eines grünen Smoothies verwenden.

Dank solcher Ideen können Sie Ihr Gericht aufpeppen oder sich noch einen leckeren Snack dazu machen.

6. Schmecken Sie das Essen ab

Der Geschmack der Zutaten, wie sie harmonieren und wie sie gewürzt sind – das macht ein Gericht aus. Die Aromen verändern und entwickeln sich allerdings. Deshalb ist es wichtig, dass Sie zwischendurch probieren und Ihre Mahlzeit abschmecken. Wenn Flüssigkeit verdampft, wird das Gericht salziger. Je länger es kocht, desto mehr Säure verliert es. Abschmecken ist also sehr wichtig, wenn Sie besser kochen möchten. Etwas Wasser oder doch etwas Salz hinzu? Mehr Curry oder darf es noch etwas schärfer sein? Manchmal haben Sie vielleicht das Gefühl, dass etwas fehlt. Sie wissen aber nicht, was. Dann geben Sie doch etwas Säure in Form von Zitrusfrüchten oder Essig ins Essen. Das macht den Geschmack viel intensiver.

Kochtipp: Säure erst am Ende ins Essen geben, da sie sonst verkocht und der Geschmack wieder verschwindet.

7. Würzen Sie weise

Kräuter und Gewürze runden ein Gericht ab und geben ihm seine Finesse:

Petersilie, Koriander und Co. pflanzen Sie idealerweise selbst an. Dann zerkleinern Sie sie ganz individuell und geben sie erst zum Schluss ins Essen. So bleiben die Nährstoffe erhalten.
Pfeffer mahlen Sie frisch nach Bedarf in der Mühle oder im Mörser. Wer möchte, kann die Pfefferkörner vorab in der Pfanne ohne Öl kurz anrösten. Das schmeckt aromatischer als pulverisierter Pfeffer.
Ein kleiner Spritzer Zitrone wirkt manchmal Wunder und verleiht dem Essen geschmacklich den letzten Schliff. Dadurch schmecken die unterschiedlichen Aromen intensiver. Aber Achtung: Nicht zu viel!

Achten Sie außerdem darauf, dass Sie Gewürze zum richtigen Zeitpunkt ins Essen geben:

Paprika kann beim Anbraten mit Öl bitter werden. Verwenden Sie es eher zum Mitgaren oder Nachwürzen.
Salz kommt erst kurz vor dem Servieren in Suppen, Soßen und Fonds, damit das Gericht nicht zu salzig wird. Denn durch das Kochen reduziert sich die Flüssigkeit im Topf, die Gewürzmenge bleibt aber.

8. Halten Sie sich als Anfänger genau ans Rezept

Dieser Trick, um besser zu kochen, hört sich vielleicht trivial an. Er funktioniert aber. Es gibt Menschen mit der natürlichen Gabe zu wissen, welche Zutaten und Gewürze zueinander passen. Alle anderen halten sich am besten ans Rezept. Auch wenn Sie dafür noch einmal zum Supermarkt müssen, um Olivenöl statt Sonnenblumenöl oder Pistazien statt Pinienkerne zu kaufen. Halten Sie sich an die Garzeiten, denn knackige Karotten sind leckerer als zerkochte. Und eine Chili zu viel kann ein Gericht ganz schön scharf werden lassen. Solche vermeintlichen Kleinigkeiten machen einen Unterschied, der nicht zu verachten ist!

 

9. Übung macht den Meister

Kochen Sie eher selten, fangen Sie am besten klein an. Wer Klavierspielen lernt, eignet sich ja schließlich auch erst einmal die Tonleiter an anstatt sich direkt an „Claire de Lune“ von Claude Debussy zu versuchen. Und so ist das eben auch beim Kochen:

 

  1. Versuchen Sie sich erst einmal an einfachen Rezepten, bevor Sie Sauerbraten, Crème Brûlée und Co. angehen.
  2. Lernen Sie die Grundtechniken, beispielsweise wie Sie Gemüse klein schneiden, ein Steak braten oder Zwiebeln schneiden bzw. anschwitzen, ohne sie zu verbrennen.
  3. Machen Sie sich mit Ihren Küchengeräten vertraut. Jeder Ofen ist ein wenig anders – das gilt besonders für ältere Geräte.
  4. Starten Sie lieber einen Testlauf, bevor Sie Gäste zum Dinner einladen.

Sie werden sehen: Mit der Zeit und ein wenig Übung können Sie bald besser kochen!

10. Haben Sie Spaß

Kochen hat immer auch etwas mit Gefühl zu tun. Kochen ist Liebe. Kochen ist eine Geschmacksexplosion für den Gaumen. Wer besser kochen möchte, kann also gerne auch mal Experimente wagen, Rezepte abwandeln und unverwechselbare Eigenkreationen schaffen. Die Hauptsache ist, dass es Spaß macht. Das ist besonders praktisch, wenn Sie nur noch wenige Zutaten vorrätig haben und die Lust oder Zeit fehlt, einkaufen zu gehen. Denn dann machen Sie einfach aus dem, was Sie haben, ein leckeres, neuartiges Gericht. Das ultimative Kocherlebnis!

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here