Azubis schlichten Kartons mit Lebensmitteln
Gute Laune beim Umschlichten der Kartons zum Weitertransport in das Zwischenlager der Fürther Tafel e.V., die die Tafel in Stein betreibt. Von links: die drei Azubis Franziska Müller, Jennifer Tegeler, Julia Neumann und Johanna Dippold von der Tafel.

Am Anfang stand der Wille, „etwas Gutes zu tun“. Heraus kam am Ende eine Aktion, die vielen Menschen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Dazwischen: zwei Wochen Arbeit und jede Menge Hürden, die es zu überwinden galt.

Besuch bei der evangelischen Landjugend Knoblauchsland, welche das Gemüse gespendet hat.
Gemüselieferung der evangelischen Landjugend Knoblauchsland.

Aus eigener Motivation heraus haben unsere Auszubildenden anlässlich des Erntedankfestes ein beachtliches soziales Projekt auf die Beine gestellt – von der Idee bis zur Umsetzung. Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Tafel Fürth e.V. haben sie vor der Tafel in Stein 100 Lebensmittelpakete an Bedürftige verteilt.

Unterstützt wurden sie von der küchenquelle, die ihnen für ihr Vorhaben eine vierstellige Summe zur Verfügung gestellt hat, und der Landjugend Knoblauchsland, die frisches Gemüse beigesteuert hat.

Lange Einkaufslisten

Die Idee zu der Aktion hatte Jennifer Tegeler. Die 21-Jährige ist im zweiten Lehrjahr ihrer Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel. Jennifer hat 16 Jahre über der Tafel in Stein gewohnt und hat deshalb eine ganz besondere Verbindung zu der sozialen Einrichtung, bei der sich Bedürftige mit Lebensmitteln versorgen können.

V.l.n.r.: Julia Neumann, Franziska Müller, Johanna Dippold, Jennifer Tegeler und Herbert Lang

Das weiß auch Johanna Dippold von der Tafel zu schätzen, die die Auszubildende noch als Baby kennt. „Ich freue mich sehr, dass du an uns gedacht hast“, sagt die CSU-Stadträtin, als Jennifer sie kontaktiert.

Von Beginn an mit an dem Projekt beteiligt war auch Jennifers Azubi-Kollegin Franziska Müller (19). Die beiden erstellten einen detaillierten Projektplan und kalkulierten den Aufwand und die Kosten. Nachdem sie sich die Unterstützung ihrer Vorgesetzten gesichert hatten, kümmerten sie sich um die Kooperation mit der Landjugend Knoblauchsland, schrieben lange Einkaufslisten und erledigten sogar die schweren Einkäufe selbst.

Einkauf bei der Metro.

Nächtliche Aktion

Der Inhalt der Pakete.

In einer nächtlichen Aktion ging es dann ans Packen der 100 Essenspakete und schließlich an das Verladen in einen Transporter. Beim Verteilen und Einladen half auch Julia Neumann (25), ebenfalls Auszubildende zur Kauffrau im Einzelhandel bei küchenquelle. Weil das Auto, das sie ursprünglich für den Transport reserviert hatten, kurzfristig nicht zur Verfügung stand, drohte die Aktion zwischenzeitlich sogar zu scheitern.

Letztlich lohnte sich der Aufwand dann aber für alle Beteiligten. Für Jennifer war es das Größte, in die glücklichen Gesichter der Menschen blicken zu dürfen, denen sie die Pakete übergaben. Zu Recht können die Auszubildenden stolz auf sich sein. „Es war das erste Projekt, das ich komplett mit eigenständig planen durfte“, sagt Franziska, die im 3. Ausbildungsjahr zur Kauffrau für Büromanagement ist.

„Der Kontakt mit den Menschen und die Freude, die man gespürt hat, war überwältigend“, sagt Jennifer. Sie will sich weiterhin sozial engagieren und hat sich sogar schon eine Einrichtung gesucht, in der sie künftig an den Wochenenden helfen will.

Daumen hoch für so viel Engagement und vielen Dank für euren tollen Einsatz!

Jennifer Tegeler beim Vorzeigen des Paketinhalts.

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