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Tipps für die Küche

Mit diesen zehn Tricks werden Sie Ihr eigener Küchenchef

Mehr Spaß am Kochen mit den richtigen Zutaten und Werkzeugen

Für die einen ist Kochen pure Entspannung, für die anderen ein Lifestyle und für wieder andere schlicht ein tägliches To-do. Standen Sie schon einmal am Herd und haben sich gefragt: Wie kann ich (noch) besser kochen? Die Antwort: Übung macht den Meister. Und mit folgenden zehn Tipps und Tricks klappt’s noch besser.


1. Verwenden Sie gute Zutaten

Besser kochen heißt auch besser einkaufen. Für puren Genuss muss es nicht immer ein Gourmet-Rezept sein. Schlemmermäuler und sich selbst machen Sie auch mit einfachen Gerichten glücklich – wenn Sie gute Zutaten verwenden:

  1. Holen Sie Kräuter, Obst sowie Gemüse frisch und kaufen Sie saisonal ein. Zum einen ist das umweltbewusst. Zum anderen schmeckt es auch besser. Heimische Gurken und Tomaten beispielsweise sind viel schmackhafter als Gemüse, das um die halbe Welt gereist ist.
  2. Setzen Sie auf Bio-Fleisch aus der Region. Die Tiere werden artgerecht und umweltschonend gehalten und anders gefüttert. Das gibt Fleischliebhabern ein gutes Gefühl beim Essen und schmeckt super. Haben Sie ein erstklassiges Steak, müssen Sie eigentlich nur mit Salz und Pfeffer würzen, es nicht zu lange braten und schon ist die Gaumenfreude perfekt.
  3. Sie wollen kochen wie ein Profi? Dann ist auch das richtige Öl wichtig. Hier gibt es große Unterschiede, was Geschmack und Nahrhaftigkeit angeht. Setzen Sie also auf hochwertiges Speiseöl! Besonders gut zum Kochen und Braten eignen sich Oliven-, Raps-, Kokos-, Erdnuss- und Sonnenblumenöl.


Wie Sie Ihre Lebensmittel am besten lagern, damit sie lange frisch bleiben, erfahren Sie hier.





2. Investieren Sie in hochwertige Ausstattung

Wer besser kochen will, braucht die richtigen Tools. Zwiebeln schneiden macht mit einem stumpfen Messer einfach keinen Spaß. Besorgen Sie sich also scharfe Messer, die feiner schneiden. Sie rutschen weniger leicht ab – das verringert die Verletzungsgefahr. Zudem wird sauber geschnittenes Fleisch beim Zubereiten besser mit Sauerstoff versorgt und schmeckt dadurch intensiver. In die gut sortierte Küche gehören:

  • Universalmesser
  • Schälmesser bzw. Obstmesser
  • Fleisch- oder Ausbeinmesser
  • Tranchier- oder Filettiermesser
  • Brotmesser
  • und ein Messerschärfer


Abspülen ist besonders lästig, wenn das Essen in der Pfanne eingebrannt ist. Legen Sie sich am besten ein Modell mit einer hochwertigen Antihaft-Beschichtung zu. Qualitativ hochwertige Töpfe sind insgesamt ein Muss. Setzen Sie auf Qualität, haben Sie jahrelang etwas davon. Die besten Materialien für Töpfe sind:

  • Edelstahl: Unsere Alltagstalente unter den Töpfen bestehen aus Edelstahl. Stoß- und kratzfest, geeignet für die Spülmaschine, rostfrei und pflegeleicht. Für scharfes Anbraten eignen sie sich nicht und sind auch nicht so wärmeleitfähig wie Gusseisen oder Kupfer.
  • Gusseisen: Die Profis lieben sie und wir auch. Gusseiserne Töpfe garen Speisen schonend und eignen sich bestens, um Fleisch zu braten oder zu schmoren. Auch sie sind leicht zu reinigen, brauchen aber anschließend Pflege. Weitere Nachteile: Sie sind sehr schwer und leider auch teuer.
  • Kupfer: Kupfer leitet Wärme extrem gut und gibt sie gleichmäßig an das Gargut weiter. Achtung: Nicht alle Kupfertöpfe sind für Induktionsherde geeignet. Weiterer Nachteil: Kupfertöpfe sind sehr teuer, empfindlich und müssen mit der Hand gespült werden.





3.  Organisation in der Küche: Mise en place.

Besser kochen bedeutet auch besser organisieren. Das Stichwort lautet: Mise en place. Das ist die Vorbereitung vor dem eigentlichen Kochen, ist einfach umzusetzen und hebt das Kochen somit auf ein ganz anderes Level. Folgendermaßen funktioniert es:

  1. Rezept durchlesen und überlegen, was Sie brauchen
  2. Töpfe und Pfannen auf den Herd stellen und andere Küchenutensilien bereitlegen
  3. Ggf. Messer schärfen
  4. Flüssigkeiten und trockene Zutaten abwiegen
  5. Gemüse etc. klein schneiden und in kleine Schüsseln füllen
  6. Alles an den richtigen Platz stellen, von dem aus Sie die Zutaten bequem erreichen können
  7. Erst danach Herd und ggf. Backofen anmachen
  8. Mit dem Kochen beginnen


Mit Ordnung in der Küche und Mise en place sparen Sie sich Zeit und können trotzdem ganz ohne Hektik kochen. Denn Sie müssen nichts mehr nebenher schneiden oder suchen. Das Vorgehen eignet sich vor allem gut, wenn Sie aufwändige Rezepte für Feiertage oder Feiern wie ein Profi kochen möchten. Nicht umsonst wird auch in jeder Restaurantküche so gearbeitet.





4. Probieren Sie Life Hacks

Kochen macht Spaß. Es ist herrlich zu erleben, wie aus rohen Zutaten köstliche Gerichte werden. Wie sich die Aromen in der Küche entfalten. Wie eine Sinfonie aus Düften und Geräuschen entsteht. Wie die Geschmacksnerven frohlocken, weil sie neue Kreationen zu schmecken bekommen. Wenn da nur nicht das lästige Kartoffelschälen wäre. Und das Nudelwasser, das ständig überkocht …

Mit diesen Life Hacks kochen Sie noch besser:

  • Nudelwasser kocht nicht so leicht über, wenn Sie einen Holzlöffel quer über den Topf legen.
  • Kartoffeln pellen Sie leichter, wenn Sie die Schale einmal rundherum einschneiden und die fertig gekochten Knollen in ein kaltes Wasserbad geben.
  • Tomaten schneiden Sie am besten mit einem gezackten Messer.
  •  Auch ohne Küchenwaage können Sie Reis, Mehl etc. gut abmessen, z.B. mit einem Messbecher oder mit Tassen. Vor allem amerikanische Rezepte arbeiten oft mit letzteren als Maß.





5. Verwerten Sie Reste

Nicht alle Küchenabfälle müssen gleich in die Tonne wandern. Kerne, Gemüsegrün und Schalen können Sie noch verwerten:

  • Papayakernen wird eine verdauungsfördernde Wirkung zugeschrieben. Trocknen Sie diese für etwa drei Stunden bei 50°C im Backofen und mahlen Sie sie anschließend. So haben Sie ein neues, leicht pfeffriges Gewürz für Ihre Gerichte.
  • Sie wollen besser kochen? Dann machen Sie Pesto aus Radieschengrün. Dieses enthält Vitamine und Mineralien und eignet sich super als Würze für Salate oder Kräuterquark.
  • Kohlrabiblätter lassen sich blanchieren, einfrieren und als erfrischende Grundlage eines grünen Smoothies verwenden.


Dank solcher Ideen können Sie Ihr Gericht aufpeppen oder sich noch einen leckeren Snack dazu machen.





6. Schmecken Sie das Essen ab

Der Geschmack der Zutaten, wie sie harmonieren und wie sie gewürzt sind – das macht ein Gericht aus. Die Aromen verändern und entwickeln sich allerdings. Deshalb ist es wichtig, dass Sie zwischendurch probieren und Ihre Mahlzeit abschmecken. Wenn Flüssigkeit verdampft, wird das Gericht salziger. Je länger es kocht, desto mehr Säure verliert es. Abschmecken ist also wichtig, wenn Sie besser kochen möchten. Etwas Wasser oder doch etwas Salz hinzu? Mehr Curry oder darf es noch etwas schärfer sein? Manchmal haben Sie vielleicht das Gefühl, dass etwas fehlt. Sie wissen aber nicht, was. Dann geben Sie doch etwas Säure in Form von Zitrusfrüchten oder Essig ins Essen. Das macht den Geschmack viel intensiver.

Kochtipp: Säure erst am Ende ins Essen geben, da sie sonst verkocht und der Geschmack wieder verschwindet.





7. Würzen Sie weise

Kräuter und Gewürze runden ein Gericht ab und geben ihm seine Finesse:

Petersilie, Koriander und Co. pflanzen Sie idealerweise selbst an. Dann zerkleinern Sie sie ganz individuell und geben sie erst zum Schluss ins Essen. So bleiben die Nährstoffe erhalten.

  • Pfeffer mahlen Sie am besten frisch nach Bedarf in der Mühle oder im Mörser. Wer möchte, kann die Pfefferkörner vorab in der Pfanne ohne Öl kurz anrösten. Das schmeckt aromatischer als pulverisierter Pfeffer.
  • Ein kleiner Spritzer Zitrone wirkt manchmal Wunder und verleiht dem Essen geschmacklich den letzten Schliff. Dadurch schmecken die unterschiedlichen Aromen intensiver. Aber Achtung: nicht zu viel!
  • Achten Sie darauf, dass Sie Gewürze zum richtigen Zeitpunkt ins Essen geben: Paprika zum Beispiel kann beim Anbraten mit Öl bitter werden. Verwenden Sie es eher zum Mitgaren oder Nachwürzen.
  • Salz kommt erst kurz vor dem Servieren in Suppen, Soßen und Fonds, damit das Gericht nicht zu salzig wird. Denn durch das Kochen reduziert sich die Flüssigkeit im Topf, die Gewürzmenge bleibt aber.





8. Halten Sie sich als Anfänger genau ans Rezept

Dieser Trick, um besser zu kochen, hört sich vielleicht trivial an. Er funktioniert aber. Es gibt Menschen mit der natürlichen Gabe zu wissen, welche Zutaten und Gewürze zueinander passen. Alle anderen halten sich am besten ans Rezept. Auch wenn Sie dafür noch einmal zum Supermarkt müssen, um Olivenöl statt Sonnenblumenöl oder Pistazien statt Pinienkerne zu kaufen. Halten Sie sich an die Garzeiten, denn knackige Karotten sind leckerer als zerkochte. Und eine Chili zu viel kann ein Gericht ganz schön scharf werden lassen. Solche vermeintlichen Kleinigkeiten machen einen Unterschied, der nicht zu verachten ist!





9. Übung macht den Meister

Kochen Sie eher selten, fangen Sie am besten klein an. Wer Klavierspielen lernt, eignet sich ja schließlich auch erst einmal die Tonleiter an, anstatt sich direkt an „Claire de Lune“ von Claude Debussy zu versuchen. Und so ist das eben auch beim Kochen:

  • Versuchen Sie sich erst einmal an einfachen Rezepten, bevor Sie Sauerbraten, Crème Brûlée und Co. angehen.
  • Lernen Sie die Grundtechniken, beispielsweise wie Sie Gemüse klein schneiden, ein Steak braten oder Zwiebeln schneiden bzw. anschwitzen, ohne sie zu verbrennen.
  • Machen Sie sich mit Ihren Küchengeräten vertraut. Jeder Ofen ist ein wenig anders – das gilt besonders für ältere Geräte.
  • Starten Sie lieber einen Testlauf, bevor Sie Gäste zum Dinner einladen.


Sie werden sehen: Mit der Zeit und ein wenig Übung können Sie bald besser kochen!





10. Liebe geht durch den Magen

Kochen hat immer auch etwas mit Gefühl zu tun. Kochen ist Liebe. Kochen ist kreativ. Wer besser kochen möchte, kann also gerne auch mal Experimente wagen, Rezepte abwandeln und unverwechselbare Eigenkreationen schaffen. Hauptsache, es macht Spaß. Flexibilität ist besonders gefragt, wenn Sie nur noch wenige Zutaten vorrätig haben und Ihnen Lust oder Zeit fehlt, einkaufen zu gehen. Denn dann machen Sie einfach aus dem, was Sie haben, ein leckeres, neuartiges Gericht. Das ultimative Kocherlebnis!



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