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Strom sparen im Haushalt: die neuen Energieffizienzklassen

Von A bis G im Energiehimmel

Was die neuen Energieeffizienzklassen bedeuten

Seit einigen Jahren sind Elektrogeräte im Handel mit Energielabels versehen. Diese informieren über die Energieeffizienzklasse des jeweiligen Geräts. Die Energieeffizienz richtet sich primär nach dem jeweiligen Stromverbrauch, daneben spielen jedoch je nach Geräteart weitere Eigenschaften wie Wasserverbrauch oder Betriebslautstärke eine Rolle. Diese Informationen sollen Verbrauchern die Kaufentscheidung erleichtern und zum Kauf energiesparender Elektrogeräte animieren.


Energieeffizienzklassen im Überblick

Bis 2011 wurden E-Geräte in die Klassen A bis G eingeteilt. Seither sind jedoch nicht nur die Vorschriften der EU strenger geworden, auch die Energieeffizienz vieler Geräte hat sich verbessert, sodass die meisten Energielabels inzwischen eine Einteilung in die Klassen A+++ bis G oder A+++ bis D zeigten. Um die Übersichtlichkeit wieder herzustellen, hat die EU 2019 neue Energieeffizienzklassen eingeführt: Nun gelten wieder die Klassen A bis G, aber natürlich mit aktuell strengen Kriterien.

Früher und heute ist dabei ganz klar: G ist der schlechteste Wert, A der beste. Denn die A, A+, A++, A+++ Regelung war zuletzt doch ziemlich verwirrend. Als Spielraum für technische Fortschritte und zusätzlicher Anreiz für Hersteller wird die Energieeffizienzklasse A erst einmal frei bleiben. Die aktuell effizientesten Modelle werden sich nach der Neuskalierung zunächst in niedrigeren Klassen befinden.


Energieeffizienzklassen bei verschiedenen Gerätetypen in der Küche

Es hängt von der Art des Elektrogeräts ab, welche Energieeffizienzklassen empfehlenswert sind. Bei der Entscheidung sollten Sie auch gerätespezifische Eigenschaften sowie Volumen und Ausstattung berücksichtigen. Denn nur Modelle mit vergleichbarem Volumen und Ausstattung können Sie wirklich vergleichen. So hat eine große Kühl-Gefrierkombination natürlicherweise einen höheren Stromverbrauch als ein Kühlschrank mit geringerem Volumen. Das große Kühlgerät kann jedoch durchaus eine bessere Klasse haben als das kleine Modell, weil es im Gegensatz zu vergleichbaren Modellen besser abschneidet.


Kühl- und Tiefkühlgeräte

Die aktuellen Geräte werden seit 2021 neu in die Klassen B bis D eingestuft. Denken Sie beim Kühlschrank auch an das Volumen, das Sie auf die in Ihrem Haushalt lebenden Personen abstimmen sollten. Ein zu großer Kühlschrank verbraucht unnötig Energie.

Das neue Label beinhaltet neben der Skala der Energieeffizienzklasse für einen Kühlschrank die folgenden Angaben:

  • einen QR-Code, der mit den im öffentlichen Teil der EU-Produktdatenbank enthaltenen Informationen über das betreffende Modell verknüpft ist.
  • die Effizienzklasse des Gerätes.
  • den Jahresenergieverbrauch in kWh.
  • den Gesamtinhalt aller Gefrierfächer in Litern (links).
  • den Gesamtinhalt aller Frischhalte- und Kühlfächer in Litern (rechts).
  • die Lautstärke in dB (A) und – neu – die Schallemissionsklasse (A bis D).




Geschirrspüler

Geräte, die neu in den Handel kommen, haben nun höchstens die Klasse B. Auch hier sollten Sie aktuell keine schlechteren Geräte kaufen. Bei einer Spülmaschine sind neben dem Stromverbrauch weitere wichtige Eigenschaften auf dem Energielabel angegeben:

  • ein QR-Code, der mit den im öffentlichen Teil der EU-Produktdatenbank enthaltenen Informationen über das betreffende Modell verknüpft ist
  • die Effizienzklasse des Geräts
  • der Energieverbrauch des Energiesparprogramms (Eco-Programm) in kWh pro 100 Programmdurchläufen
  • die Kapazität des Energiesparprogramms in Maßgedecken
  • die Dauer des Energiesparprogramms
  • der Wasserverbrauch des Energiesparprogramms in Litern pro Programmdurchlauf
  • die Lautstärke in dB(A) und die entsprechende Luftschallemissionsklasse


Überlegen Sie gut, welche Ansprüche Sie an einen Geschirrspüler haben. Bei der Kapazität kommt es darauf an, wie groß Ihr Haushalt ist. Ein Maßgedeck umfasst je einen Ess-, Suppen- und Dessertteller, je eine Tasse und Untertasse, ein Glas und ein fünfteiliges Tafelbesteck. Ein sehr leiser Geschirrspüler empfiehlt sich vor allem bei offenen Küchen, da er zur Wohnqualität beiträgt.





Energieeffizienzklassen für Backöfen und Dampfgarer

Für Backöfen gilt noch das alte Energielabelmodell – die Umstellung erfolgt für diese Produktgruppe erst im Laufe des Jahres 2022. Aktuelle Backofen-Modelle werden weiterhin mit den neuen Energieeffizienzklassen A+++ bis D bewertet. Allerdings gilt das nur für Elektrobacköfen und Backöfen mit Dampffunktion, die auch als Dampfbacköfen bekannt sind. Reine Dampfgar-Geräte unterliegen nicht der Energieeffizienz-Kennzeichnung. Das Label gibt für Standard- und Umluftbetrieb den Energieverbrauch in kWh an. Eine weitere wichtige Vergleichsgröße, die auch für die Einstufung in die Energieeffizienzklasse berücksichtigt wird und auf dem Label angegeben ist, ist das nutzbare Volumen des Backofens.

Für Dampfgarer gibt es noch kein Energielabel, weil hier die primäre Energiequelle Dampf ist. Auch für Kochfelder existiert noch kein offizielles EU-Label, das das Vergleichen der Energieeffizienz verschiedener Modelle erleichtert. Hier kann man sich an der Betriebsart orientieren: Induktionskochfelder sind meist energieeffizienter als Elektro-Kochfelder.






Dunstabzugshauben mit alten Energieeffizienzklassen

Auch bei den Dunstabzugshauben gelten noch die „alten“ Energieeffizienzklassen bis zum Update weiter. Das EU-Label enthält neben dem Stromverbrauch weitere Kriterien wie Beleuchtungseffizienz, Luftführungseffizienz, Lautstärke und Fettabscheidegrad. Das wichtigste Kriterium ist die Abluft- und Umluftleistung der Dunstabzugshaube. Diese gibt an, wieviel Kubikmeter Luft die Haube in der Stunde abführen (bei Abluft) bzw. umwälzen (bei Umluft) kann. Beim Fettabscheidegrad gilt: Je besser die Klasse, desto mehr Fett nimmt die Haube auf. Außerdem wollen Sie sicher wissen, wie laut Ihr Gerät in Dezibel ist. Hauben, die schlechte Werte bei der Lautstärke haben, können insbesondere in offenen Wohnküchen bei voller Leistung zu einer unangenehmen Geräuschkulisse werden.





Ausblick in die Zukunft

Die bisherigen Energieeffizienzklassen werden nach und nach für viele Geräte modifiziert. Die Details haben wir hier für Sie zusammengefasst.

  • Die Labels A+ bis A+++ fallen weg.
  • Sie werden durch die Klassifizierungen A bis G ersetzt.
  • Bisherige Haushaltsgeräte und Leuchtmittel werden in die Labels B bis G eingestuft, damit noch Luft nach oben bleibt, wenn technische Innovationen wiederum für einen niedrigeren Energieverbrauch sorgen.
  • Hersteller und Händler müssen zukünftig auf die jeweilige Energieeffizienzklasse hinweisen, wenn sie ihre Produkte bewerben.


Zusammenfassung

  • Die Einteilung in die Energieeffizienzklassen berücksichtigt neben dem Stromverbrauch weitere gerätetypische Eigenschaften, welche Sie in die Kaufentscheidung einbeziehen sollten.
  • Die Einteilung in die Klassen B bis G gibt es noch nicht für alle E-Geräte. Die Klasse A bleibt vorerst unbesetzt.
  • Beim alten System, das noch für Backöfen und Dunstabzugshauben gilt, gibt es zwischen den A-Klassen deutliche Unterschiede. Zwischen A und A+++ liegt ein Verbrauchsunterschied von bis zu 60 Prozent.
  • Bei Dunstabzugshauben ist neben dem Stromverbrauch vor allem die Abluft- und Umluftleistung sowie Beleuchtungseffizienz, Luftführungseffizienz, Fettabscheidegrad und Lautstärke von Bedeutung.
  • Wenn Sie ein neues Kühl- und Tiefkühlgerät kaufen, wählen Sie ein Modell mit mindestens B. Berücksichtigen Sie hier außerdem das Volumen der Geräte.
  • Auch für Geschirrspüler empfehlen sich Modelle ab Energieeffizienzklasse B. Außerdem sollten Sie hier noch auf die Trockenwirkung, die Ladekapazität, den Wasserverbrauch und die Geräuschentwicklung achten.
  • Für Kochfelder und Dampfgarer gibt es derzeit noch keine Energielabel.

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